Wien-Wahl von

7 Gründe, warum die Neos
gekommen sind, um zu bleiben

Die Neos haben gut jubeln. Aber was macht den Erfolg der Partei eigentlich aus?

Wien-Wahl - 7 Gründe, warum die Neos
gekommen sind, um zu bleiben © Bild: Michael Gruber / EXPA / picturedesk.com

Die Neos jubeln über ihr Abschneiden bei der Wien Wahl. Sieben Gründe, warum die Neos einen Erfolg eingefahren haben.

THEMEN:

1. Sie haben einen Gönner.

Die Neos haben Hans-Peter Haselsteiner an ihrer Seite. Der Gründer des Baukonzerns Strabag finanziert sie regelmäßig mit Großspenden. Heuer überwies er laut Rechnungshof bereits 350.000 Euro. 2013, im Jahr der ersten Nationalratswahlen der Neos, waren es fast 700.000 Euro. Mit jeder erfolgreichen Wahl bekommt die Partei auch staatliche Parteienförderung und wird damit unabhängiger von Spenden.

2. Sie haben Wahlerfolge.

Die Neos haben den Einzug in den Nationalrat gleich bei ihrem ersten Antreten 2013 geschafft. Das ist alles andere als selbstverständlich – die Grünen schafften es 1983 erst beim zweiten Mal ins Parlament. Neben Wien haben die Neos auch 2014 bei den Wahlen in Vorarlberg (6,9 Prozent) und für das EU-Parlament (8,1 Prozent) Mandate gewonnen. Bei den Wahlgängen in der Steiermark, dem Burgenland und Oberösterreich verpassten die Pinken hingegen den Einzug in die jeweiligen Landtage. Die Grünen haben nach ihrer Gründung in vielen Bundesländern allerdings auch zwei Anläufe gebraucht – in Niederösterreich sogar fünf.

3. Man besetzt eine Nische am Wählermarkt.

Angenommen Sie sind dafür, dass Homosexuelle heiraten dürfen und dass Marihuana legalisiert wird, weil sie finden, dass in einer freien Gesellschaft der Staat nicht zu viel verbieten sollte. Sie sind aber auch dafür, dass die Wirtschaft möglichst freie Hand bekommt – zum Beispiel beim Thema Öffnungszeiten. Wen wählen Sie also? Die Neos positionieren sich zwischen der ÖVP und den Grünen – und haben so eine Nische im Wählermarkt gefunden.

4. Die ÖVP sucht noch nach ihrer modernen Identität.

Viele bürgerliche Neos-Sympathisanten sehen die Pinken als modernere, jüngere und offenere ÖVP. Die Schwarzen schaffen es nicht mehr, solche Wähler zu halten. Die Volkspartei hat zwar mit einem inneren Erneuerungsprozess begonnen, allzu viel sollte man sich davon aber nicht erwarten. Schließlich kann es sich die ÖVP nicht leisten, ihre konservativen Stammwähler ganz zu verschrecken.

5. Sie sind weltberühmt auf Twitter.

Social Media-Plattformen wie Facebook und Twitter sind für Politiker eine Goldgrube. Dort können sie ungefiltert und praktisch kostenlos sehr viele Menschen erreichen. Neos-Politiker haben schon sehr früh damit angefangen, diese Plattformen für sich zu nutzen, und machen das auch mit einigem Erfolg.

6. Städter mögen pink.

Fast die Hälfte aller Österreicher lebt in Städten mit mehr als 10.000 Einwohnern, und gerade in den Städten sind die Neos vergleichsweise stark. Bei den Gemeindewahlen 2014 in Salzburg bekam die Partei auf Anhieb 12,4 Prozent und damit fünf Sitze im Gemeinderat. In Oberösterreich verpassten die Neos den Einzug in den Landtag zwar knapp, in den Städten war ihr Ergebnis aber überdurchschnittlich gut. In Linz kamen sie auf 4,55 Prozent, in Leonding auf 5,39 Prozent.

7. Lieber Nudelsieb am Kopf als fader Politiker.

Die Neos-Politiker haben zumindest das Potenzial, auf sich aufmerksam zu machen. Parteichef Matthias Strolz schreibt gerne Gedichte über Kastanien, meditiert im Kloster oder umarmt Bäume. Neos-Parlamentsabgeordneter Niko Alm schaffte es vor seiner Politikzeit in die internationalen Schlagzeilen, als er ein Führerschein-Foto mit einem Nudelsieb am Kopf genehmigt bekam. In Zeiten, in denen Politik oft mit grauen Apparatschiks assoziiert wird, sind Politiker mit Persönlichkeit sicher kein Nachteil.

Kommentare

Tamara Mass

Ja sicher, die einzigen Gründe warum NEOS als eine neue PArtei im GGs zu anderen Parteien gewinnen konnten, ist ihre Bonzenherkunft und ihr Vitamin B. Gratuliere jedem Cretin, der es ihnen ermöglicht hat weiterhin auf Kosten der Steurzahler ihrem Lifestyle zu frönen und via Stuergeld Datenschutzvreletzungen zu begehen und Propaganda zu betreiben

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