Wien-Wahl von

Grüne marschieren
zum Auftakt über die Mahü

Vassilakou: "Erteilen wir der FPÖ die Höchststrafe"

Wahlkampfauftakt Grüne in Wien © Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Nach "Happy" sind die Grünen nun "Lucky": Zu den Klängen des Daft Punk-Hits marschierte die wenige hundert Personen starke Anhängerschar am Mittwoch die verkehrsberuhigte "Mahü" hinunter, um den Wahlkampf offiziell zu eröffnen. Dort wartete Unterstützung aus dem Bund - gemeinsam warnte man vor FPÖ - und auch der SPÖ. "Grün macht den Unterschied", betonte Spitzenkandidatin Maria Vassilakou.

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"An manchen Tagen möchte ich diese Stadt umarmen", lobte sie auf einer kleinen Bühne auf der Mariahilfer Straße das Engagement der Wiener für Flüchtlinge in den vergangenen Tagen. "Ich möchte, dass Wien ein sicherer Hafen bleibt", erklärte sie. Das sei jedoch nur möglich, wenn sich die Wiener weiterhin nicht von den "freiheitlichen Vernaderern" beirren lassen würden. "Die FPÖ wollte uns einreden, dass die Angst der Wiener größer ist als ihre Menschlichkeit, die FPÖ hat sich getäuscht."

"Erteilen wir gemeinsam der FPÖ die Höchststrafe"

Am 11. Oktober wolle sie deshalb gemeinsam mit den Bewohnern der Bundeshauptstadt ein Zeichen setzen - "gegen Hetzer, Unmenschen und Leute, die sich nur aus dem Hass nähren, den sie vorher selbst gesät haben", verwies die grüne Vizebürgermeisterin etwa auf die Aktion der Freiheitlichen vor dem Asylquartier in Erdberg. Es sei die Höchststrafe für die FPÖ, wenn eine "zuagraste Griechin" es an die Spitze der Stadt schaffe: "Erteilen wir gemeinsam der FPÖ die Höchststrafe", plädierte sie.

Wahlkampfauftakt Grüne in Wien
© APA/HERBERT NEUBAUER

Für den freiheitlichen Spitzenkandidaten hat Vassilakou ebenfalls schon ein Ziel auserkoren: "Normalerweise will mir die FPÖ ein One-Way-Ticket nach Athen schenken, diesmal schicken wir den Strache heim, nach Ibiza." Denn in Wien hätten er und seine "Schergen" nichts verloren. Denn sie stehe für ein Wien, das modern, weltoffen und solidarisch sei, erklärte die Vizebürgermeisterin.

Warnung vor Stimme für SPÖ erneuert

Aber auch die SPÖ alleine ist laut Vassilakou dafür kein Garant. "Glaubt irgendjemand, dass die SPÖ alleine all das richtig macht, was sie jahrzehntelang falsch gemacht hat", erneuerte die Spitzenkandidatin ihre Warnung vor einer roten Stimme. Wer die Fortsetzung der rot-grünen Koalition wolle, müsse auch grün wählen. Denn es sei nicht ausgemacht, dass Michael Häupl nach dem 11. Oktober weiter Bürgermeister sei und den Kurs vorgebe. Daher sei nicht nur Rot-Schwarz, sondern sogar Rot-Blau möglich. "An all jene, die zweifeln, ob sie nicht doch ein allerallerletztes Mal SPÖ wählen sollen: Die SPÖ ist kein Bollwerk mehr", warnte sie.

Wahlkampfauftakt Grüne in Wien
© APA/HERBERT NEUBAUER

Der Koalitionspartner bekam aber auch so ein wenig Fett weg. Denn für Innovationen brauche es die Grünen in der Regierung, betonte Vassilakou. "Die SPÖ traut sich nicht viel. Sie zaudert immer wieder bei schwierigen Entscheidungen und wacht dann alle fünf Jahre auf, um taumelnd in den Boxring des Wahlkampf zu steigen", diagnostizierte sie. Das Duell Strache gegen Häupl gleiche inzwischen der zehnten "Rocky"-Fortsetzung - Titel: "Einmal geht's noch!"

Vassilakou will Rot-Grün fortsetzen

Erneut plädierte die Vizebürgermeisterin daher für eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition - in der man sich vor allem für die Themen Bildung und Wohnen einsetzen wolle. "Lasst uns Wiens Klassenzimmer zur nächsten Mahü machen! Wir werden rennen, rackern und überzeugen", versprach sie vor jubelndem Publikum und fliegenden Seifenblasen. Die Anhängerschaft, in der sich etwa auch Alexander van der Bellen oder Peter Pilz fanden, hatte Vassilakou beim als Flashmob deklarierten Marsch über die "Mahü" nach und nach u.a. in Schanigärten eingesammelt.

Wahlkampfauftakt Grüne in Wien
© APA/HERBERT NEUBAUER

Unterstützung kam von Klubchef David Ellensohn und der grünen Bundessprecherin Eva Glawischnig, die vor Beginn ihrer Rede noch schnell einen Strache-Fan zurechtwies. "Grün wirkt, Maria Vassilakou wirkt", lobte Glawischnig, bevor sie ein Best-of-Grün von Mariahilfer Straße über Parkpickerl bis 365-Euro-Jahreskarte bewarb. "Mary, ich möchte mich bedanken, dass du Politik machst, die sich nicht einschüchtern lässt, wenn einmal ein bisschen Gegenwind kommt."

Wahlkampfauftakt Grüne in Wien
© APA/HERBERT NEUBAUER

Rot-Grün sei ein Zukunftsmodell, "außer die SPÖ verfällt wieder in ihre Machtarroganz". Das gelte es durch starke Grüne zu verhindern. Die FPÖ ist für die Bundessprecherin jedenfalls keine Alternative: "Lieber eine Partei mit einer Spitzenkandidatin mit Migrationshintergrund, als eine Partei mit Korruptionshintergrund", spielte sie etwa auf die Hypo an. Geht es nach Vassilakou, ist das Ziel jedenfalls klar: "Gehen wir und holen uns das beste Wahlergebnis aller Zeiten!"

Wahlkampfauftakt Grüne in Wien
© APA/HERBERT NEUBAUER

Kommentare

6 Kommentare, und kein einziger davon ist sachlich. Wenn die Grünen so eine schlechte Politik machen, wäre es dann nicht einfacher sich sachlich damit auseinander zu setzen? Oder ist diese Polemik und persönliche Verächtlichmachung das Stilmittel derjenigen, die bei jeder Kritik an einem Strache gleich wüste Verschwörungstheorien aufstellen?

Wiener wie könnt ihr nur so dumm sein und so etwas wählen ???

Die sollsich so schnell wie möglich schleichen und die Rössler von Salzburg gleich mitnehmen.. unnötige Grüne Parasiten

"Die Grünen und Roten sind die größten Hetzer in diesem Land!"

Habakuk und seine Getreuen....

Schaut aus wie eine Zirkusparade..........

Forest w.

Sicher na klar was die will oder nicht ,die soll abtreten die kann nur mit die Scheine herumhauen, hatt ja eh nichts zusammengebracht, ausser Schulden zu machen.

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