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Bekommt Wien die U5?

Es wird wieder über die "fehlende" U-Bahn-Linie diskutiert. Vassilakou bestätigt.

U-Bahn-Baustelle in Wien © Bild: APA/Pfarrhofer

Die Idee einer U-Bahnlinie U5 zwischen Hernals über die Stadt nach Favoriten geistert regelmäßig durch die Wiener Kommunalpolitik bzw. -berichterstattung. Nun ist es wieder einmal soweit. Denn laut Gratiszeitung "Heute" (Donnerstag) führt die rot-grüne Stadtregierung nun "konkrete Gespräche" über die Umsetzung, wird ein nicht näher genannter Insider zitiert. Die zuständige Finanzstadträtin Renate Brauner wollte am Donnerstag keinerlei Details bestätigen. "Es gibt permanent Überlegungen, wie wir die Wiener Linien attraktiver machen können", wiegelte die Ressortchefin ab.

Eine Bestätigung gab es dafür von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou. Es würden derzeit innerhalb der rot-grünen Koalition "intensive Gespräche" geführt. Die eventuelle Erweiterung des U-Bahnnetzes müsse aber jedenfalls Hand in Hand mit einem Straßenbahnpaket gehen. Letzteres liege ihr besonders am Herzen.

Inhaltliche Details zu den Verhandlungen, in denen zwecks Finanzierungsteilung freilich auch der Bund eine wichtige Rolle spielt, wollte Vassilakou nicht preisgeben. Fest stehe jedenfalls, dass der neue Masterplan Verkehr im Frühjahr 2014 beschlossen werden soll, der auch die nächsten Ausbauschritte im Öffi-Netz beinhalten wird. Berücksichtigt man diverse Vorlaufzeiten, muss wohl noch im heurigen Jahr eine Entscheidung fallen.

Hernals - Innenstadt - Favoriten
Dem "Heute"-Bericht zufolge würde die U5 von Hernals über die Innenstadt - also Rathaus, Volkstheater und Karlsplatz - und den dritten Bezirk (Arsenal, Rennweg, St. Marx) nach Favoriten mit der Endstation Gudrunstraße, also in die Nähe des Hauptbahnhofs, fahren. Das ist insofern eine interessante Facette, da die Anbindung dieser Süd-Trasse bisher für die U2 vorgesehen war.

Für die lila Linie dürfte nun indes überlegt werden, sie über den Matzleinsdorfer Platz zum Wienerberg zu führen. Dafür würde sie ab dem Rathaus über die Neubaugasse und Pilgramgasse und von dort weiter Richtung Süden geführt werden. Die derzeitige U2-Strecke zwischen Rathaus und Karlsplatz würde dann von der U5 abgedeckt.

U2 nach Süden
Brauner schloss diese Variante heute nicht aus. Für die U2-Verlängerung in den Süden - Zieldatum für die Eröffnung ist 2019 - liefen derzeit die Planungen, sagte sie. Dabei werde diskutiert, "was der beste Weg ist". Entschieden werden dürfte aller Voraussicht nach bis zum nächsten Jahr. Denn die Bauzeit betrage in etwa fünf Jahre, wie ein Wiener-Linien-Sprecher vorrechnete. Zu etwaigen Kosten gab es heute keine Infos.

Die Variante einer U5 ist seit Jahren immer wieder Thema in der Öffentlichkeit. In der jetzt laufenden vierten Öffi-Ausbaustufe ist sie aber nicht vorgesehen. Zuletzt wurde im November des Vorjahres debattiert, nachdem die Wiener Linien in einem internen Arbeitspapier bekräftigt hatten, eine neue U-Bahnlinie für sinnvoll zu erachten. Auch Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hatte bereits im Herbst 2010 - eine Woche für der damaligen Wien-Wahl - angekündigt, über eine "Vision der U5" nachdenken zu wollen.

Kommentare

Nein,die Millionen zahlt die ROTE Fehlbesetzung die diese Grüne Fehlbesetzung ermöglicht hat.....

Urlauber2620

Na wenns die grüne Fehlbesetzung so sagt muss es ja stimmen.Wie bei der MAHÜ.Und die verschwendeten Millionen zahlt dann sie???

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