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U-Bahnlinie U4 wird teilgesperrt

Betrieb von Mai bis September 2016 zwischen Hütteldorf und Schönbrunn eingestellt

Wiener U-Bahn: Passagiere steigen in einen Zug bei der Station Längenfeldgasse. © Bild: Johannes Zinner/Wiener Linien

Die Teilsperre der Wiener U-Bahnlinie U4 ist fix: In den kommenden Jahren wird die Strecke umfassend saniert und modernisiert. Am Mittwoch wurde das Konzept präsentiert. Bisher brauchten Wiener und Pendler, die auf der U4 unterwegs sind, oft gute Nerven, gilt diese doch als besonders störanfällig. Das soll sich ab 2016 ändern.

Um die Arbeiten durchzuführen, wird es unter anderem zwei Teilsperren geben: Von Mai bis September 2016 fahren keine Züge zwischen Hütteldorf und Schönbrunn, wobei die Station Hietzing im Mai und Juni noch angefahren wird. Im Juli und August 2017 wird der Verkehr zwischen Margaretengürtel und Kettenbrückengasse eingestellt. Für beide Sperren wird ein Konzept für den Ersatzverkehr erarbeitet.

Die Arbeiten auf der "grünen Linie", die zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt fährt, starten im Frühjahr 2014 und sollen bis 2020 dauern. Auf dem Plan stehen u.a. die Sanierung von Stationsgebäuden sowie die Erneuerung von Stellwerken, Gleisen oder des Gleisuntergrunds. Auch neue Gleisverbindungen werden eingebaut. Insgesamt investieren Stadt Wien und Wiener Linien 335 Mio. Euro in das Großvorhaben

Verlängerung der U4 gefordert

Kritik an den Plänen kommt von Hietzings Bezirksvorsteherin Silke Kobald (ÖVP), durch deren Bezirk die U4 auch führt. Sie fordert eine kürzere Teilsperre des Streckenteils Hütteldorf bis Schönbrunn und zumindest die Einplanung einer Verlängerung bis Auhof.

"Jetzt, im Zuge der U4-Komplettsanierung, ist der Zeitpunkt da, auch die dringend notwendige Verlängerung der U4 nach Auhof und darüber hinaus einzuplanen und bei den kommenden Arbeiten die Endstelle in Hütteldorf mit den nötigen Abzweigungen zu versehen", unterstrich sie in einer Aussendung. Zudem sei eine Komplettsperre der U4 zwischen Hütteldorf und Schönbrunn von Mai bis September 2016 außergewöhnlich lang: "Hier ist es unerlässlich, dass die Bauarbeiten rascher erledigt werden."

Kritik an langer Sperre

Eine fünfmonatige Sperre vor allem zwischen Hietzing und Schönbrunn sei für Fahrgäste "inakzeptabel", da bei der Einrichtung eines Schienenersatzverkehrs lange Wartezeiten und Störungen vorprogrammiert seien. Die Bezirkschefin fordert daher kürzere Schnellbahnintervalle und die Wiederherstellung der direkten S-Bahn-Verbindung von Speising nach Wien-Mitte und

Die Sanierung und Modernisierung der Wiener U-Bahnlinie U4 ist notwendig, da die Strecke in die Jahre gekommen ist: "Die U4 fährt auf einer sehr alten Trasse, nämlich auf der Strecke der alten Stadtbahn", erklärte die für die Wiener Linien zuständige Stadträtin Renate Brauner (SPÖ). Das führt auch dazu, dass die U4, die von Hütteldorf bis nach Heiligenstadt fährt, immer wieder von Störungen betroffen ist, was auch die Statistik unterstreicht.

Auf neuesten Stand gebracht

Erste Vorarbeiten haben auch schon begonnen, berichtete Brauner, richtig los geht es im Frühjahr 2014. In den folgenden Jahren stehen dann die Sanierung und Modernisierung von Stationsgebäuden wie etwa in Hütteldorf und beim Stadtpark, von Stützmauern und Tunneldecken auf dem Programm. Weiters werden auch Stellwerke erneuert, neue Gleisverbindungen eingebaut und Fahrtreppen ausgetauscht.

2014 werden die Bauarbeiten noch keine Auswirkungen auf den Fahrbetrieb haben, versprachen die Wiener Linien. Erst ab 2015 wird es zu Einschränkungen kommen. Durch die Sanierung der Stationen werde es dann "punktuelle" Bahnsteigsperren bzw. in Einzelfällen möglicherweise ab 2016 auch Stationssperren am Wochenende geben, so Steinbauer. Die größten Auswirkungen werden jedoch die beiden heute angekündigten Teilsperren der U4 haben.

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