Wien von

300.000 Euro
Falschgeld sichergestellt

Sechs Festnahmen in Wien - "Blüten" zum Verkauf angeboten

Euro-Scheine © Bild: istockphoto.com/leongoedhart

Wiener Kriminalisten haben Falschgeld im Nennwert von beinahe 300.000 Euro sichergestellt und sechs Personen festgenommen. Bei ihnen handelt es sich um einen in Wien lebenden Burgenländer im Alter von 37 Jahren sowie zwei Frauen und drei Männer aus Ungarn. Die "Blüten" hätten in Wien zum Preis des halben Nennwerts den Besitzer wechseln sollen. Das gab die Polizei am Freitag bekannt.

Bei der Falschgeld-Sicherstellung handelt es sich um eine der größten seit Einführung des Euro in Österreich. Dem Landeskriminalamt Wien sei gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt ein "großer Schlag gegen die organisierte Kriminalität" gelungen, hieß es in einer Aussendung.

Wiener Kriminalisten haben Falschgeld im Nennwert von beinahe 300.000 Euro sichergestellt.
© APA/LPD WIEN Die sichergestellten Euro-Scheine.

Wo das Falschgeld hergestellt wurde, ist nach Angaben von Polizeisprecher Roman Hahslinger noch Gegenstand von Ermittlungen, die via Interpol auf Ungarn ausgedehnt wurden. Unter den Festgenommenen befinde sich der mutmaßliche Drahtzieher des gescheiterten Deals, ein 43 Jahre alter Ungar, der im Raum Bük nahe der österreichischen Grenze wohnte.

Potenzieller Käufer ging zur Polizei

Ins Visier der Ermittler war zunächst der Burgenländer geraten, der nach Angaben der Polizei einem Interessenten in einem Wiener Innenstadt-Cafe das Falschgeld zum Preis von 150.000 Euro zum Kauf angeboten hatte. Der potenzielle Käufer, nach Darstellung der Behörde ein Privatmann, ließ sich drei "Blüten" - einen Hunderter, einen Fünfziger und einen Zwanziger - geben, kündigte an, vor Geschäftsabschluss deren Qualität zu prüfen und ging zur Polizei.

Die Übergabe des Falschgelds wurde schließlich für Mittwoch vereinbart, statt des Interessenten erschienen zum vereinten Treffpunkt am Montecuccoli-Platz in Hietzing allerdings auch getarnte Polizisten. Der 37-jährige "Verkäufer" nahm die vermeintlichen Abnehmer mit in seine Wohnung, wo er einen Koffer mit gefälschtem Geld im Nennwert von mehr als 292.000 Euro deponiert hatte. Die Finalisierung des Geschäfts erfolgte auf eine andere Weise, als der gebürtige Burgenländer vermutet hatte: Erst wurde er festgenommen und kurz danach die drei Männer und zwei Frauen aus Ungarn. Sie kamen offenbar in der Absicht in die Wohnung, den Erlös aus dem Deal abzuholen, und liefen der Polizei damit buchstäblich in die Arme.

Bis auf den 37-Jährigen habe keiner der Verdächtigen ein Geständnis abgelegt, sagte Polizeisprecher Hahslinger. Der als Angestellter beschäftige Mann habe ausgesagt, er habe das Geschäft in Kommission abwickeln wollen. Über seine Motive machte die Polizei ebenso keine Angaben wie über die Qualität der gefälschten Banknoten.

Kommentare

Nur so am Rande, hat irgendwer von Euch schon jemals gesehen, daß auf den Euro-Scheinen irgendwas von Geld, Banknote oder so steht, oder daß die Notenbank den Gegenwert garantiert? Nichts steht da drauf. Rein formell betrachtet, ist der Euro möglicherweise gar kein Geld. Daraus ableitend könnte es schwierig sein, Falschgeld zu produzieren. :-)

so blöd und gierig können auch nur Ungarn sein, niemand zahlt mehr
als 10% für Blüten.

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