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Schwedenplatz wird nicht untertunnelt

Pläne laut Vassilakou vom Tisch - Kosten wären viel zu hoch

Wiener Schwedenplatz. © Bild: APA/Georg Hochmuth

Die Untertunnelung des Wiener Schwedenplatzes ist vom Tisch. Dies ist das Ergebnis einer von der Stadt durchgeführten Untersuchung. Eine Neugestaltung des Areals wird es aber trotzdem geben, wie die Wiener Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) erklärte.

Laut der "Kronen Zeitung" (Sonntagsausgabe) ist es aus verschiedenen Gründen nicht möglich, die mehrere Spuren umfassende Fahrbahn am Franz-Josefs-Kai unterirdisch zu führen. So hätte etwa ein großer Abwasserkanal gequert werden müssen. Außerdem müssten laut der Expertise die Wiener Linien ihre unterirdische Trafo-Station für die U1 und U4 verlegen. "Technisch möglich, aber teuer", wird Vassilakou in der "Krone" zitiert. Die betreffenden Linien wären beim Umbau zudem tagelang lahmgelegt. Auch vier Tragwerke von Donaukanal-Brücken müssten angehoben werden.

Wettbewerb angekündigt

Vassilakou kündigte einen Architektenwettbewerb an, zu dem international bekannte Planer eingeladen werden sollen. Und sie stellte in den Raum, die Straße zwar nicht unter die Erde zu verlegen, aber eventuell zu überplatten - wodurch eine große Terrasse entstehen würde.

Die Grünen in der Inneren Stadt bestätigten am Sonntag in einer Aussendung das Aus für die Tunnelpläne: Diese seien verkehrstechnisch höchst problematisch und würden "horrende Kosten" jenseits von 100 Millionen Euro verursachen.

Der Bau einer Unterführung war ein Wunsch der Bezirkschefin. Ursula Stenzel (ÖVP), Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt, hatte sich zuletzt überzeugt gezeigt, dass die Untertunnelung im Bereich Schwedenplatz und Morzinplatz technisch machbar sei.

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