Wien ist die fünftreichste Region der EU: Kaufkraft um 80 Prozent über Durchschnitt

Hinter London, Luxemburg, Brüssel und Hamburg Ärmste Regionen in Bulgarien und Rumänien

Wien ist hinter London, Luxemburg, Brüssel und Hamburg zur fünftreichsten Region in der Europäischen Union aufgestiegen. Wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilte, verbesserte sich die Bundeshauptstadt im EU-Ranking von insgesamt 268 Regionen nach den jüngsten verfügbaren Zahlen von 2004 um einen Platz gegenüber dem Vorjahr. In Kaufkraftstandards erreichte das regionale BIP in Wien 180 Prozent des Durchschnitts in der gesamten EU.

Die drei Regionen mit dem höchsten BIP je Einwohner waren 2004 Inner London (303 Prozent des Durchschnitts), das Großherzogtum Luxemburg (251 Prozent) sowie Brüssel (248 Prozent). Von den 46 Regionen, in denen das BIP je Einwohner die 125-Prozent-Grenze überschritt, lagen je acht in Deutschland und in Großbritannien, sieben in Italien, fünf in den Niederlanden, vier in Österreich, je drei in Belgien und Spanien, zwei in Finnland, sowie je eine in Tschechien, Irland, Frankreich, der Slowakei, Schweden und Luxemburg.

Hinter Wien rangieren in Österreich Salzburg mit 141,8 Prozent des durchschnittlichen EU-BIP, Vorarlberg (134,4), Tirol (131,4), Oberösterreich (120,2), Steiermark (110,8), Kärnten (108,6) und Niederösterreich (104,4). Als einzige Region Österreichs liegt das Burgenland mit 89,8 Prozent unter dem EU-Schnitt. Gegenüber dem Vorjahreswert von 84,7 verbesserte sich das Burgenland zwar, doch ist dies auch auf den statistischen Effekt des Beitritts von Rumänien und Bulgarien zurückzuführen.

Die fünfzehn ärmsten Regionen in der EU befinden sich dagegen alle in Rumänien, Bulgarien und Polen. Die rumänische Region Nord-Ost ist mit einem regionalen BIP von 24 Prozent des EU-Durchschnitts trauriger Spitzenreiter. Ähnlich arm sind die Regionen Severozapaden, Yuzhen Tsentralen und Severen Tsentralen in Bulgarien, die auf 26 Prozent des EU-Schnitts kommen.

(APA/red)