Bildung von

Jus an der FH

Fachhochschulen können sich Jusstudium bei Nachfrage aus Wirtschaft vorstellen

Studenten im Hörsaal © Bild: APA/DPA/Strobel

Die Fachhochschulen können sich vorstellen, bei entsprechender Nachfrage aus der Wirtschaft künftig auch Jusstudien anzubieten. Das sagte der Präsident der Fachhochschulkonferenz, Helmut Holzinger, am Samstag im Ö1-"Morgenjournal". Damit sei nicht unbedingt eine Ausbildung zum Richter oder Rechtsanwalt gemeint.

Es gebe aber viele juristische Ausbildungszweige, die an Fachhochschulen angeboten werden könnten. An den deutschen Fachhochschulen gibt es demnach bereits juristische Studiengänge, die mit dem Bachelor oder dem Master of Laws abschließen.

Kommentare

Ja,auch so kann man die Akademikerquote erhöhen, aber bitte Bäcker und Tischler nicht vergessen, denn wenns nichts mehr im Inhaltlichen zu bedeuten hat ists eh schon wurst. Die Österreicher erfreuen sich in seltsamer Weise ohnehin mehr an Titeln und nicht am Inhalt. Wir hängen einfach ans Maturajahr einen zweijährigen Schnellsiedekurs in Jus, BWL oder sonstwo an, dann haben wir die Meerschweinchen, die offenbar alle haben wollen. Und in 10 Jahren werden die entscheidenen Posten größtenteils mit geistig kastrierten Akademikern besetzt sein, es lebe das anwendungsorientierte Fachidiotentum!

Aber es verwundert nicht, ist es doch das, was sich seit Jahren im Bildungsbereich manifestiert, befeuert durch die Wirtschaft. Der Staat will Akademiker, keine Bildung. Bildung ist immer aufwendig und teuer, aber Akademiker kann man billig durch Niveausenkung von Studiengängen (Bachelor) produzieren oder dadurch, dass man jedem erreichbaren Ausbildungsgang akademische Weihen verleihen. And that's the way it goes ..

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