Wien von

Wegen homophobem Sager:
Manager feuert Alf Poier

Berto "zutiefst enttäuscht" über die Aussagen des Kabarettisten

Alf Poier © Bild: 2003 AFP/Getty/JANEK SKARZYNSKI

Song-Contest-Gewinnerin Conchita Wurst musste schon viele Angriffe ertragen - sogar aus heimischen Gefilden. Für den Kabarettisten Alf Poier hat sein homophober Sager im Vorfeld des Bewerbes nun Konsequenzen. Sein eigener Manager beendete nach 16 Jahren die Zusammenarbeit.

Poiers langjähriger Manager René Berto schrieb in einer Presseaussendung: "Aufgrund der von Alf Poier im Vorfeld des Eurovision Song Contest 2014 getätigten homophoben, intoleranten, vor allem aber respektlosen und illoyalen Äußerungen gegenüber meiner Agentur Genie & Wahnsinn, habe ich mich entschieden, die Zusammenarbeit mit Alf Poier nach 16 Jahren zu beenden."

Poier: "Verschwulte Zumpferl-Romantik"

Der Ex-ESC-Teilnehmer Poier hatte vor Wurst Sieg zur Wochenzeitschrift "Die ganze Woche" gesagt: "Wenn jemand nicht weiß, ob er ein Manderl oder ein Weiberl ist, dann gehört er eher zum Psychotherapeuten als zum Song Contest." Der 47-Jährige echauffierte sich weiter: "Mit dieser verschwulten Zumpferl-Romantik kann ich nichts anfangen. Wie jemand seine Sexualität auslegt, ist jedem selbst überlassen. Aber dass ständig an die große Glocke gehängt werden muss: 'Ha, wir sind so benachteiligt ... und wir sind eine Minderheit', dieses Gesülze geht mir ordentlich auf den Wecker."

Manager "zutiefst enttäuscht"

Für Poiers Manager Anlass, sich nach langjähriger Zusammenarbeit, von seinem "Schützling" zu trennen: "Ich habe Alf Poier als Mensch und Künstler immer sehr geschätzt und respektiert, es ist aber ein Punkt erreicht, wo ich zutiefst enttäuscht bin und den Schlussstrich unter die gemeinsame Arbeit ziehe und keine gemeinsame Zukunft in diesem Projekt mehr sehe."

Dass ausgerechnet Berto das Management von Conchita Wurst über hat, dürfte Poier ebenfalls zum Verhängnis geworden sein: "In Zukunft werde ich mich in erster Linie um die Weltkarriere von Conchita Wurst kümmern, worauf ich mich sehr freue", schreibt der Geschäftsführer von "The Unstoppable GmbH". Berto wünscht Poier trotz allem "alles Gute auf seinen weiteren künstlerischen, wie privaten Werdegang": "Ich werde die gemeinsamen letzten 16 Jahre mit einem lachenden Auge in bester Erinnerung behalten."

So geht es mit Conchita weiter

Wie aus der Pressemeldung hervorgeht, soll noch in diesem Jahr ein Musikalbum von Conchita Wurst weltweit auf den Markt gebracht werden. Ebenso soll ein Buch über ihre Karriere und eine Dokumentation über den Erfolg beim Eurovision Song Contest 2014 erscheinen. Auch zahlreiche nationale und internationale TV und Showauftritte sind in Planung. Etwas kryptischer ist die Ansage: "Darüber hinaus wird neben der Musik auch die Mode und das TV eine zentrale Stellung in der Karriere von Conchita Wurst einnehmen." Dürfen sich Conchita-Fans etwa auf eine Modelinie oder eine Styling-Show mit und von Frau Wurst freuen?

Kommentare

René, René, dir hamms ja ins....
dir gehts ja eh nur ums göd!

und der alf hat scho recht!!

alf poier = der würdige nachfolger von karl kraus, helmut qualtinger & otto grünmandl; übrigens tausend dank an diese drei buaschn

In einer Demokratie müssen auch konträre Meinungen möglich sein.
Hätten sich Poiers Aussagen auf eine Religion bezogen so hätte es weniger Aufregung gegeben.
Das bedeutet: Man hebt die Homosexualität und Transsexuelle über Religionen.
Wird jetzt eine Wurst-Sekte gegründet?
Die interessante Frage: Wie gehts weiter nachdem wir alle homosexuell und transsexuell werden ....

Genialer Marketing-Zug von Poier. Dank seiner kontroversen Aussagen zu C. W. ist er in allen Medien. Wann hatte Poier denn zuletzt eine Schagzeile Seite an Seite mit den Rolling Stones?

strizzi49 melden

Der Poier hat vollkommen recht! Mir ist es vollkommen wurscht, ob einer hetero oder homo ist! Aber dieses derzeitige Kasperltheater um die Schwulen und Lesben, nur weil die Wurst den Kontest gewonnen hat, geht mir schon ordentlich auf den Keks! Was wollen die noch? Sie werden akzeptiert und eine Reihe von Gesetzen wurde für sie auch schon geändert!

strizzi49 melden

Nun sollte man wieder zum normalen Alltag übergehen. Der Poier brauch diesem "Manager" sicherlich nicht nachtrauern! Auf Menschen dieses Schlagen, die eine pers. Meinung nicht akzeptieren, nur weil sie momentan unmodern ist, kann man getrost verzichten! Man muss nicht alles nachplappern, was derzeit hochgejubelt wird!
BRAVO POIER !!!

stabilis melden

Wen wunderte - dieses Homoadvertisment das grade lauft ist unerträglich. Es ist ja schade das die Natur einigen Menschen die Fortpflanzung mangels Lust aufs andere Geschlecht verweigert - aber die Natur hat immer recht. Nur diese paar Antiheteros so in den Mittelpunkt zu stellen ist nahezu unerträglich für jeden Heterosexuellen.

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Das einzig Unerträgliche sind Menschen mit ihrer Gesinnung, ihrer Intoleranz und ihrem leider so eingeschränkten Horizont.
Wer sich im 21. Jahrhundert noch immer solcher Sichtweisen bedient ist bemitleidenswert.
Wäre ihre Aussage nicht so peinlich, man könnte fast darüber lachen.
Lieben Gruß einer Hetero Frau !

aeiou melden

JAJa liebe Gabryele. Wie es mit der Gesellschaft im 21 Jh. immer weiter bergauf und besser wird kann man in allen erdenklichen Medien mitverfolgen. Wenn sie glauben ihr Horizont tut der Welt gut dann lesen sie einmal die Zeitung.

Aida Industriemüll

das war mir schon seit 15 jahren klar, als ich ihn am donauinsel-fest getroffen hab und er schockiert war, dass wir die regenbogenBewegung unterstüzen :( seit damals find ich ihn lustig aber auch lachhaft

Mir is die Wurscht sowas von Wurscht! Und dem Poier gebe ich recht!

Da geht es doch nur um die Kohle. Mit dem Song-Contest Gewinner kann man eben besser verdienen als mit dem Poier. Die Aussage vom Poier ist ja nicht ganz unverständlich, zudem es vielen so gehen dürfte wie er es eben gesagt hat.

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