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Chaos in der U6

Stellwerkproblem: U-Bahn zwischen Westbahnhof und Tscherttegasse eingestellt

Wiener Linien U-Bahn © Bild: APA: Georg Hochmuth

Wegen eines Stellwerkproblems ist die Wiener U-Bahnlinie U6 Dienstag früh zwischen Westbahnhof und Tscherttegasse für rund eineinhalb Stunden blockiert gewesen. Laut Wiener Linien waren einige tausend Passagiere betroffen. Um 9.15 Uhr wurde der Vollbetrieb wieder aufgenommen.

Laut Answer Lang, Sprecher der Wiener Linien, begannen die Schwierigkeiten gegen 7.00 Uhr. Man habe versucht, das Problem bei laufendem Betrieb zu lösen. Als das nicht funktionierte, habe man gegen 7.45 Uhr den Verkehr eingestellt. Die Wiener Linien richteten zwischen den Stationen Schöpfwerk und dem Bahnhof Meidling einen Schienenersatzverkehr ein. Vom Bahnhof Meidling aus wurde die Straßenbahnlinie 62 zum Westbahnhof umgeleitet. Auch nach der Aufnahme des Vollbetriebs gab es noch bis etwa 10.00 Uhr längere Intervalle.

Elektronisches Gebrechen vermutet

Das Stellwerk sei eine der klassischen Fehlerquellen im technischen System zwischen Schiene und Fahrwerken, so Dominik Gries, Sprecher der Wiener Linien. Es steuere die Weichen und Signale und stelle so sicher, dass die Garnituren eine sichere Fahrstrecke mit vorgegebener Geschwindigkeit vorfinden. Vermutet wurde ein elektronisches Gebrechen.

Das Wiener U-Bahnnetz umfasst fünf Linien. Der nächste Ausbauschritt ist die bis 2017 anvisierte Verlängerung der U1 nach Oberlaa. Geplant ist außerdem die numerische Schließung des U-Bahnnetzes durch den Bau der Linie U5 sowie die Verlängerung der U2 bis Matzleinsdorfer Platz. Täglich nutzen rund 1,5 Mio. Fahrgäste die Wiener U-Bahn.

U6 ist (noch) die längste Wiener U-Bahn-Linie

Die U6 ist noch die längste Linie der Wiener U-Bahn. Sobald die U1 bis Oberlaa fährt, wird diese Linie länger sein. Die Streckenlänge der U6 beträgt 17,3 Kilometer. Laut Wiener Linien benutzen 75 Millionen Passagiere pro Jahr die U6. Die Wiener Linien haben neue Garnituren für die U6 bestellt und wollen ab Herbst in der Morgenspitze ein Intervall von 2,5 Minuten erreichen.

Kommentare

"Die Wiener sind stolz auf die hohe Qualität ihrer ÖFIS" meinte neulich die zuständige Stadträtin.

wann haben die u-bahnen einmal kein problem?? jeden tag ist was aber die ticketpreise erhöhen, jaja das ist öffis fahren nerven sparen

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