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Überfordert: Postler wirft 1.038 Briefe weg

Ferialpraktikant war erst wenige Tage allein auf Tour - Sendungen im Müll gefunden

Ein Briefträger trägt in Wien die Post aus. © Bild: APA/HARALD SCHNEIDER

Ein Wiener Briefträger soll 1.038 Sendungen weggeworfen haben, weil er überfordert war. Das teilte Polizeisprecher Roman Hahslinger mit. Der Fall war bekannt geworden, nachdem eine Frau in einem Papiercontainer in Favoriten 441 ungeöffnete Briefsendungen gefunden hatte.

Darunter befanden sich zahlreiche Sendungen mit Bankomatkarten und amtliche Bescheide. Die Beamten forschten nicht zuletzt aufgrund der Zustelladressen den verantwortlichen Briefträger aus. Der Mann war bisher gemeinsam mit einem anderen Postzusteller unterwegs gewesen und hatte erst in der Vorwoche begonnen, in Simmering eine Tour als Hauptzusteller allein zu betreuen.

Er hatte insgesamt 1.038 Postsendungen weggeworfen. Die restlichen Briefe wurden ebenfalls gefunden, sie lagen in einem Container in Margareten. Der Briefträger gab selbst an, sich überfordert gefühlt zu haben. Laut der Österreichischen Post soll es sich bei dem Verdächtigen um einen Ferialpraktikanten handeln, wie der ORF berichtet.

Kommentare

Wer ist dafür verantwortlich, dass ein Ferialpraktikant sensitive Post verteilt ? Dass der junge Mann überfordert war liegt wohl daran, dass er meinte VOR Ende des 8-Stunden Arbeitstages Dienstschluß machen zu müssen und den Rest seiner Arbeit einfach liegen läßt bzw entsorgt. Vermutlich einer, für den das Wort Arbeit bereits ein Fremdwort ist.

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