Wien-Wahl von

"Wien anders" soll KPÖ und
Piraten in den Landtag hieven

Bündnis will Gratis-Öffis und "Karl-Marx-Höfe des 21. Jahrhunderts"

Haltestellenschild einer Straßenbahnstation in Wien © Bild: APA/Neubauer

KPÖ, Piraten, "Echt Grün" und die Plattform der Unabhängigen möchten bei der Wien-Wahl als "Wien anders" ihr Glück versuchen. Die Allianz strebt einen Antritt sowohl auf Landesebene als auch in allen 23 Bezirken an, zeigte man sich am Donnerstag in einer Pressekonferenz optimistisch. Die Forderungen reichen von Gratis-Öffis für alle bis zu "Karl-Marx-Höfen des 21. Jahrhunderts".

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Die Partnerschaft, die sich als kommunale Fortsetzung von Martin Ehrenhausers EU-Wahl-Bündnis "Europa anders" versteht, hält einen Einzug ins Stadtparlament - die Hürde liegt bei fünf Prozent Stimmenanteil - für "mehr als realistisch", wie Gerhard Hager von den Piraten versicherte. Denn bei der Europawahl habe man knapp vier Prozent in der Bundeshauptstadt geschafft. Außerdem werde von vielen Menschen "eine neue Politik" verlangt - wobei man den Vergleich mit der neuen griechischen Regierungspartei Syriza nicht scheut. Um auf Landesebene antreten zu können, braucht die Gruppierung allerdings 1.800 Unterstützungserklärungen - 100 in jedem der 18 Wahlkreise.

Gratis-Öffis für alle

KPÖ-Landessprecher Didi Zach gab Einblicke in den Forderungskatalog. So erachtet man Gratis-Öffis für alle sozialpolitisch wie ökologisch als sinnvoll. "Das ist auch finanzierbar", denn durch dann obsolet gewordene Kontrolleure und Fahrscheinautomaten bleibe viel Geld in der Kassa: "Die kosten ein Heidengeld." Außerdem solle die Stadt wieder Gemeindebauten errichten: "Es braucht nicht nur einen, sondern viele Karl-Marx-Höfe des 21. Jahrhunderts", so Zachs Überzeugung. Ein bedingungsloses Grundeinkommen, niedrigere Mieten im kommunalen Wohnbau und weniger Steuermittel für Werbung und Wahlkampf wünscht sich "Wien anders" ebenso.

"Echt Grün" mit im Boot

Neben KPÖ und Piraten ist auch die Plattform der Unabhängigen sowie eine im Wahlkampf 2010 entstandene Splittergruppe der Wiener Grünen, "Echt Grün", im Boot. Wer das Bündnis anführt, steht noch nicht fest. Der Spitzenkandidat sowie die gesamte Liste sollen am 21. März beim Gründungskonvent in Form von offenen Wahlen festgelegt werden. Ein aktionistischer Wahlkampf wurde heute bereits versprochen, allerdings will man sich von Ehrenhausers Hypo-Protest nicht inspirieren lassen: "Ich verspreche Ihnen, wir werden nicht campieren."

Kommentare

Gratis Öffis wäre lediglich eine Subvention für den Großteil der Bevölkerung, die dort ankommt wo sie hin soll. Finde ich gut. Was für Banken, Wirtschaftsunternehmen und Landwirte Usus ist, sollte für die Bevölkerung durchaus auch realistisch sein. Zudem sich dadurch viele Positiv-Effekte für die Stadt, die Bürger und die Umwelt ableiten würden.

Gratis Öffis für alle? und wer bezahlt das Defizit der Wiener Linien
und ÖBB! Diese Minussummen erfahren wir leider nie, sonst würden
schreien bei der Misswirtschaft!

Forest w.

Gratis Studieren Gratis Öffis Gratis Essen für die Politiker ,ach ja und gratis Auto und Haus ,hmm vll sonst noch was für den WeihnachtsHäuppl ,die sollen mal Wien Sanieren, haben so viele schulden und tun nichts dagegen !Das die Wiener nicht Streiken verwundert mich!

Roy2010

Gratis-Öffis für alle,-..........Das ist unrealistisch und blöd,-aber gratis fahrt wenigstens für Pensionisten, (Ausnahme privilegierte reiche Pensionisten ) behinderten , Blinde, Kinder bis 6 Jahre.

christian95 melden

Wäre locker möglich!
Wien verwaltet sich doppelt! Einmal als Bundesland und noch einmal als Stadt! Bei einer sparsamen Politik (und nicht Rekordschulden auf allen Ebenen) könnte sich Wien das leisten.

Eloy melden

Nein davon halte ich grundsätzlich nichts. Was nichts kostet hat in den Köpfen der Menschen in der Regel keinen Wert. Das ist die Natur des Menschen. Wir haben nun einmal keine reichlichen Ölquellen etc. Wir müssen uns alles erarbeiten, und was erarbeitet werden muss, muss auch einen Gegenwert haben.

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