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AKH: Szekeres - "Fürchte Eskalationsszenario"

Wiener Ärztekammerpräsident: "Stimmung sehr angespannt"

Thomas Szekeres © Bild: APA/Stefan Seelig

Die seit Monaten andauernden Diskussionen rund um Personaleinsparungen an den Kliniken der MedUni Wien im AKH haben mit einem Ärzte-Misstrauensvotum gegen Rektor Wolfgang Schütz bei einer Betriebsversammlung einen neuen Höhepunkt erreicht. Der Wiener Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres befürchtet eine Eskalation, erklärte er Mittwochabend bei einem Hintergrundgespräch in Wien.

Der Standesvertreter, ehemals selbst Betriebsratsobmann an den Uni-Kliniken, betonte vehement den Ernst der Lage. "Die Stimmung ist sehr angespannt. Die Gesprächsbasis ist keine zu gute. Ich fürchte, dass es zu einem Eskalationsszenario kommt. Was die Kolleginnen und Kollegen am meisten stört, das ist die mangelnde Wertschätzung durch das Rektorat", sagte Szekeres.

Kammerpräsident: "Geht nicht um ein leichtes Berufsleben"

Die Ärzte an den Wiener Universitätskliniken seien extreme Belastungen in Patientenversorgung in der Spitzenmedizin und in ihren wissenschaftlichen Aufgaben gewohnt. Da gehe es nicht um ein leichtes Berufsleben, seien sich alle Beteiligten bewusst, meinte der Kammerpräsident. Dafür müsse es aber auch Wertschätzung und Entgegenkommen geben. In den Diskussionen geht es um Diensträder-Kürzungen als längerfristige Konsequenz einer Betriebsvereinbarung über die Arbeitszeiten der am Wiener AKH faktisch ausschließlich im Bundesdienst (MedUni Wien) stehenden Ärzte.