Wiedergutmachung, Ehre und Neubeginn:
Österreich braucht Erfolg gegen Schweden

Stärkere Abwehrleistung soll gutes Ergebnis bringen Coach Brückner bereits vor dem Spiel unter Druck

Wiedergutmachung, Ehre und Neubeginn:
Österreich braucht Erfolg gegen Schweden © Bild: APA/Neubauer

Das österreichische Fußball-Nationalteam kämpft heute (20.30 Uhr live auf news.at) in der Grazer UPC-Arena um einen erfolgreichen Start ins Länderspieljahr 2009. Im Testspiel gegen Schweden will sich die Truppe von Nationalcoach Karel Brückner für die jüngsten Misserfolge (zuletzt vier Partien ohne Sieg) und die damit ziemlich sicher verpasste WM-Teilnahme rehabilitieren.

Auch soll Selbstvertrauen für die WM-Qualifikationspartie am 1. April in Klagenfurt gegen Rumänien getankt werden. "Wir brauchen ein gutes Ergebnis und eine gute Leistung", forderte der tschechische Trainer.

Einmal mehr betonte Brückner, dass im Duell mit dem WM-Dritten von 1994 die Arbeit in der Defensive im Vordergrund stehe. "Wir brauchen eine gute Abwehrleistung, denn die war in den vergangenen zwei Spielen schwach." Brückner zufolge spielen die Schweden "ein klassisches 4-4-2-System".

Der Slowake zeigte großen Respekt vor dem ÖFB-Kontrahenten. "Die Schweden stehen in der WM-Quali zwar nicht so gut da, wie sie es sich wünschen würden, aber sie gehören trotzdem zu Europas Besten. Wir müssen uns warm anziehen, und das nicht nur, weil es draußen kalt wird."

Teamchef Rute ins Fenster gestellt
Ungemütlich könnte die Situation für den Trainer vor allem dann werden, sollte die Partie verloren gehen - schließlich sagte der künftige ÖFB-Chef Leo Windtner, dass der Teamchef zwei Partien Zeit habe, den "Schaden vom Herbst zu reparieren". Dadurch lässt sich der Tscheche aber nicht aus der Ruhe bringen. "Druck ist normal, das gehört zum Beruf eines Spielers und eines Trainers dazu."

Die Hoffnung auf eine WM-Teilnahme hat der Coach noch nicht verloren. Dabei gehe es aber nicht um Wunderglauben, sondern "vor allem um gute Arbeit auf dem Platz. Aber es wird kein Spaziergang durch den Rosengarten".

Das trifft wohl auch auf die Schweden-Partie zu, in der Brückner zumindest vorerst auf Experimente verzichten und wieder auf sein 4-5-1-System setzen wird. Andreas Ibertsberger soll links in der Viererkette nur bis zur Pause zum Einsatz kommen. An vorderster Front agiert Marc Janko. "Wir spielen mit einem Spitzenstürmer, aber die drei dahinter (Anm.: voraussichtlich Andreas Hölzl, Andreas Ivanschitz und Marko Arnautovic) sind auch Stürmer", betonte Brückner, der Paul Scharner im defensiven Mittelfeld aufbieten wird.

Mögliche Aufstellungen:
Österreich: Manninger (Juventus/32 Länderspiele/42 Gegentore) - Garics (Atalanta/20/1 Tor), Stranzl (Spartak Moskau (54/3), Pogatetz (Middlesbrough/35/2), Ibertsberger (Hoffenheim/13/1) - Hölzl (Sturm Graz/2/2), Scharner (Wigan/21/0), Ivanschitz (Panathinaikos/48/7), Säumel (Torino/18/0), Arnautovic (Twente/3/0) - Janko (Salzburg/7/3)
Ersatz: Macho (AEK Athen/17/15 Gegentore), Gspurning (Xanthi/1/4) - Gercaliu (Salzburg/14/0 Tore), Prödl (Werder Bremen/18/2), Schiemer (Austria/4/0), Kienzl (Sturm Graz/0), Ulmer (Salzburg/0), Saurer (LASK/0), Okotie (Austria/1/0)
Es fehlen: Korkmaz (rekonvaleszent), Fuchs (Oberschenkelprellung), Hoffer (Schambeinentzündung), Leitgeb (Meniskusprobleme)

Schweden: Isaksson (PSV Eindhoven/64) - Nilsson (Panathinaikos/55/3), Mellberg (Juventus/88/4), Majstorovic (AEK Athen/20/1), Johansson (IFK Göteborg/2/0) - Wilhelmsson (Al-Hilal/54/4), R. Elm (Kalmar/2/0), Källström (Olympique Lyon/62/11), S. Larsson (Birmingham City/9/0) - Rosenberg (Werder Bremen/26/6), Berg (FC Groningen/3/0)
Ersatz: Gustafsson (Salzburg/8) - Edman (Wigan/55/1), Granqvist (Groningen/4/0), Safari (FC Basel/5/0), V. Elm (SC Heerenveen/2/0), Holmen (Bröndby (14/2), Nannskog (Stabaek/5/2)
Es fehlen: Ibrahimovic (wegen Sperre im WM-Quali-Match gegen Portugal nicht einberufen), Elmander (verletzt), Andersson (Knieprobleme), H. Larsson (nicht einberufen)
(apa/red)