Wieder Vogelgrippe-Alarm in Österreich: Neuer H5N1-Verdachtsfall bei Ente in Wels

Positiver Testbefund bei verendetem Tier aus OÖ Vogelgrippe-Fälle in St. Pölten und Wien-Umgebung

Oberösterreich gibt es einen neuen Vogelgrippe-Verdachtsfall: Bei einer Ente, die verendet in Wels gefunden wurde, hat die Untersuchung im AGES-Referenzlabor Mödling einen positiven H5N1-Befund ergeben.

Das teilte das Büro von Veterinär-Landesrätin Silvia Stöger (S) Dienstagvormittag mit. Die im Krisenplan vorgesehenen Maßnahmen wurden eingeleitet.

St. Pölten: Verendeter Schwan hatte Geflügelpest
Ein verendeter Schwan, der mit Geflügelpest infiziert war, ist am Dienstag in St. Pölten entdeckt worden. Das Tier wurde an einem Lagerplatz entdeckt und dürfte von Oberösterreich ins Land befördert worden sein, hieß es in einer Aussendung. Ein Vogelgrippefall wurde auch aus dem Bezirk Wien-Umgebung gemeldet.

Die Firma, die das Areal besitzt, stellt Schwemmgut für ganz Österreich her. Dies dürfte die "Einschleppung" des Tieres erklären, berichtete die Stadtgemeinde in einer Aussendung. "Laut Mitteilung der Bezirkshauptmannschaft gibt es wegen des 'Schwäne-Touristen' keinerlei Anlass zur Besorgnis, da im Bezirk selbst keine weiteren Verdachtsfälle registriert wurden", sagte Vizebürgermeisterin Susanne Kysela (S).

Die Katastralgemeinden im Stadtgebiet von St. Pölten wurden in die Schutz- und Überwachungszone integriert, Ober- und Unterradlberg, Pottenbrunn und Wasserburg zur Schutzzone erklärt. Als "Überwachungszone" gelten Nadelbach, Ober- und Unterwagram, Ober- und Unterzwischenbrunn, Pengersdorf, Ragelsdorf, Ratzersdorf, Spratzern, Stattersdorf, Teufelhof, Viehofen, Waitzendorf, Weitern, Witzendorf und Zwerndorf.

In der Klosterneuburger Katastralgemeinde Höflein ist ein an Vogelgrippe verendeter Schwan gefunden worden, teilte die Stadtgemeinde am Dienstag mit. Deshalb wurde das gesamte Stadtgebiet gemäß der Wildvogel-Geflügelpestverordnung zur Schutzzone erklärt, lediglich Weidlingbach ist nur Überwachungszone. Der Aussendung zufolge sind weitere tote Wasservögel auch im angrenzenden Wien-Döbling entdeckt worden.

Fünf weitere Verdachtsfälle in Wien
Erneut sind in Wien fünf tote Schwäne gefunden worden, bei denen der Verdacht auf eine Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 besteht. Die Tiere wurden am 4. und 5. April im Wasserpark in Floridsdorf gefunden, teilte das Rathaus am Dienstag in einer Aussendung mit. Die Gesamtzahl der Verdachtsfälle erhöht sich damit in Wien auf 39.

Bestätigt wurde allerdings bisher noch kein Verdacht. Proben der jetzt gefundenen fünf Tiere wurde wie bei allen übrigen Fällen zur endgültigen Abklärung in das EU-Referenzlabor nach Weybridge gesandt. Von den bereits bekannten Verdachtsfällen liegt bisher erst ein einziges Ergebnis aus Großbritannien vor: Im Falle dieses Schwans handelte es sich um eine Infektion mit dem für Menschen ungefährlichen Virustyp H5.

(apa/red)