Wieder Riesen-Skandale im Radsport: Tour-
Gewinner Landis mit positiver Dopingprobe

Tour: Basso und Ullrich durften gar nicht erst starten Gelungene Heim-WM in Salzburg - Totschnig hört auf

Wieder Riesen-Skandale im Radsport: Tour-
Gewinner Landis mit positiver Dopingprobe

2006 brachte im Radsport den nächsten großen Skandal: Der US-Amerikaner Floyd Landis landet in der Gesamtwertung der 93. Tour de France auf Platz eins. Vier Tage später gibt sein Team Phonak bekannt, dass der 30-Jährige nach seinem Solo-Etappensieg in Morzine eine positive Dopingprobe abgegeben hat. Sowohl A- als auch B-Probe weisen einen stark überhöhten Testosteron-Wert auf. Landis wird suspendiert.

Der Überraschungs-Zweite Oscar Pereiro aus Spanien wird vorerst allerdings nicht zum Gesamtsieger erklärt.

Mit dem Deutschen Jan Ullrich und dem italienischen Giro-Sieger Ivan Basso wurden auch zwei Topfavoriten auf den Gesamtsieg einen Tag vor Beginn der Tour auf Grund ihrer mutmaßlichen Verwicklung in die Dopingaffäre um den spanischen Mediziner Eufemiano Fuentes ausgeschlossen. Teamchefs und Tour-Organisationen einigten sich darauf, dass sämtliche in Verbindung mit dem Skandal genannten Radprofis nicht zum wichtigsten Rennen der Saison antreten dürfen.

Die Österreicher Bernhard Eisel, Georg Totschnig und Peter Wrolich fuhren unterdessen im prestigeträchtigsten Radrennen der Welt insgesamt zwölf Top-Ten-Plätze ein.

Gelungene Heim-WM in Salzburg
Die heimischen Radprofis sind im größten Eintagesrennen, das je in Österreich ausgetragen worden ist, für eine offensive Fahrweise mit zwei Spitzenplätzen belohnt worden. Der Steirer Bernhard Eisel sprintete im WM-Straßenrennen in Salzburg auf Platz 11, sein Teamkollege Rene Haselbacher kam auf Rang 18. Den Titel holte sich Topfavorit Paolo Bettini. Der Olympiasieger aus Italien setzte sich vor dem Deutschen Erik Zabel und dem Spanier Alejandro Valverde durch.

Totschnig hört auf
Nach 13 harten Profijahren hat Georg Totschnig einen Schlussstrich gezogen. Der 35-Jährige erklärte seine Karriere für beendet. In Erinnerung bleibt der Kletter-Spezialist aus dem Zillertal den Radsport-Fans vor allem mit seinem größten Sieg: Am 16. Juli 2005 gewann Totschnig in Ax-Trois Domaines in den Pyrenäen den 14. Abschnitt der Tour de France und schrieb als erster österreichischer Etappensieger seit 74 Jahren heimische Radsport-Geschichte.

(apa/red)