Wieder Nachwuchs in Schönbrunn: Wiens Tiergarten freut sich über Eisbärenzwillinge

Kein Knut: 15-jährige Mama betreut Tiere liebevoll Kleine Bären erstmals im Februar im Freien zu sehen

Wieder Nachwuchs in Schönbrunn: Wiens Tiergarten freut sich über Eisbärenzwillinge

Nächster Nachzuchterfolg im Tiergarten Schönbrunn: In den vergangenen Tagen hat Eisbärendame "Olinka" Zwillinge zur Welt gebracht. Im Gegensatz zum Berliner Medienliebling "Knut" werden die beiden Tiere aber liebevoll von ihrer 15-jährigen Mama betreut, freute sich Vize-Direktor Harald Schwammer.

Seiner Schätzung nach werden sich die beiden Teddys wohl im Februar ins Freie wagen und somit für die Besucher zu bestaunen sein. "Die positive Nachricht ist, dass es kein Knut ist", meinte der Zoologe. Man sei stolz, dass sich das Muttertier um die Kleinen kümmert, wie ein erstes Video zeigt, das der Pfleger gedreht hat. Gerade so groß wie Meerschweine sind die Zwillinge. Ihre Namen werden die Pfleger erst dann aussuchen können, wenn sie sich ins Freie gewagt haben, vorher steht das Geschlecht der Tiere noch nicht fest. Normalerweise dauert es etwa vier Monate bis die Mutter den Kleinen einen ersten Ausflug aus der Wurfhöhle gestattet. "Aber Zwillinge sind sehr aktiv", weiß Schwammer.

Eisbären-Nachwuchs ist in Schönbrunn normal und keineswegs eine Sensation: Jedes zweite Jahr wird gezüchtet. Und mit den Mehrlingsgeburten haben in den vergangenen zehn Jahren sieben Eisbärlis das Licht der Welt in Wien erblickt. Dabei gibt es einen koordinierten Austausch zwischen den Zoos - aber nicht überall klappt es mit dem Nachwuchs so gut wie in Schönbrunn. Die beiden Kleinen werden - sobald es so weit ist - in andere Tiergärten abgegeben.

Wohin steht noch nicht fest, aber Kopenhagen, Duisburg und Sao Paolo stehen auf der Warteliste des Zuchtbuches. "Ich bin sehr froh, da Eisbären in der freien Wildbahn extrem gefährdet sind", so Schwammer, der den Zuchterfolg bestätigte, über den u.a. "Österreich" in seiner Donnerstag-Ausgabe berichten wird. (apa/red)