Wieder schwere Kindesmisshandlung: Baby liegt nach Gewalt auf Linzer Intensivstation!

"Vater" schüttelte Baby & warf es in sein Gitterbett Täter gestand auch frühere Gewalt gegen Stiefkind

Ein Fall von schwerer Kindesmisshandlung ist nach einer Anzeige der Landesfrauen- und Kinderklinik (LFKK) in Linz aufgeflogen. Ein 23-jähriger Vater soll seine drei Monate alte Tochter so sehr geschüttelt und dann ins das Kinderbett geworfen haben, dass sie seither in der Intensivstation des Spitals behandelt werden muss. Das bestätigte die Polizei Linz.

Während die Mutter einkaufen war, war der Vater mit dem kleinen Mädchen und seiner eineinhalbjährigen Stieftochter allein daheim. Als er seiner Tochter mit dem Fläschchen füttern wollte, fiel dieses zu Boden. Da habe er völlig die Nerven verloren - das Kind sei schon den ganzen Tag über "nicht pflegeleicht" gewesen, schilderte der Mann später. Er schüttelte seine Tochter und warf sie danach in den Stubenwagen. Dabei dürfte sie mit dem Kopf aufgeschlagen sein. Sie blieb regungslos liegen.

Baby liegt seit Tat auf Intensivstation
Das brachte den Mann wieder zur Besinnung. Er rief die 19-jährige Mutter zu Hilfe. Dann alarmierten die beiden die Rettung. Diese brachte das Kind in die Klinik. Das drei Monate alte Kind wird seither in der Intensivstation behandelt. Die Ärzte diagnostizierten eine Gehirnblutung und ein Schütteltrauma. Sie erstatteten Anzeige.

"Vater" schlug nicht das erste Mal zu
Der mutmaßliche Täter war sofort geständig. Er stand bereits im August des Vorjahres in Verdacht, seine inzwischen eineinhalbjährige Stieftochter misshandelt zu haben. Das Baby wurde damals mit Blutergüssen und Schwellungen im Gesicht ins Krankenhaus eingeliefert. Die Verdachtslage reichte aber für eine Verfolgung des Mannes nicht aus. Nunmehr gestand er auch die frühere Kindesmisshandlung. Er wurde in Haft genommen.

(APA/red)