Wieder Gefechte und Unruhen: Bei neuen Kämpfen in Sri Lanka mindestens 19 Tote

Präsident ordnet Luftangriffe gegen Rebellen an

Bei Gefechten im umkämpften Norden Sri Lankas sind am Wochenende mindestens 19 Menschen getötet worden. Wie die Armee am Sonntag mitteilte, kam es zu vier Auseinandersetzungen unter anderem auf der nördlichen Insel Kayts und dem nordöstlichen Hafenbezirk Trincomalee. Am Sonntag sei bei einem mutmaßlichen Angriff tamilischer Rebellen auf Soldaten ein Armeeangehöriger getötet worden. Es werde untersucht, ob die Kämpfe im Zusammenhang stünden mit den seit Wochen andauernden Übergriffen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE).

Präsident Mahinda Rajapakse sagte in einem Interview mit der srilankischen "Sunday Times", er habe jüngst Luftangriffe gegen die Rebellen angeordnet, "als präventive Aktion gegen einen neuen Krieg". Grundsätzlich allerdings sehe sich die Regierung dem seit vier Jahren geltenden Waffenstillstand verpflichtet. Die Marinesektion der Unabhängigkeitskämpfer, die so genannten "Meerestiger", kündigten ihrerseits an, nicht auf ihren Einfluss auf See verzichten zu wollen. Erst in der vergangenen Woche wurden bei einer Seeschlacht vor der Küste Sri Lankas 45 Menschen getötet.

Insgesamt starben bei Kämpfen im vergangenen Monat etwa 200 Menschen. Die LTTE hatte drei Jahrzehnte lang für die Unabhängigkeit des Nordostens von Sri Lanka gekämpft; seit 2002 gilt ein Waffenstillstand. Die Rebellenorganisation fordert mittlerweile eine umfassende Autonomie.

(apa)