Wieder hoher Blutzoll im Irak: 50 Tote
bei Anschlag auf Fußball-Fans in Bagdad

Menschen feierten Erfolg ihrer Elf beim Asien-Cup

Zwei Selbstmordanschläge auf feiernde Fußball-Fans haben in Bagdad mindestens 50 Menschen das Leben gekostet. Es gab mehr als 130 Verletzte, als im westlichen Stadtteil Mansur und im Osten der irakischen Hauptstadt zwei Bomben explodierten.

Tausende Iraker strömten nach dem erstmaligen Einzug ihrer Fußball-Nationalmannschaft ins Finale des Asien-Cups auf die Straßen der Hauptstadt. Das Team hatte kurz zuvor Südkorea mit 4:3 geschlagen und trifft im Endspiel auf Saudi-Arabien. Mit Autokorsos und Sprechchören feierten die Fans der zerrissenen Landes in den Straßen der Hauptstadt den sportlichen Erfolg.

In Mansur brachte ein Selbstmordattentäter seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen in einer Menschenmenge zur Detonation. Es gab 30 Tote und mindestens 75 Verletzte, wie das Innenministerium mitteilte. Der zweite Anschlag ereignete sich in der Nähe eines Kontrollpunkts im Stadtteil Ghadir, wo ausgelassene Iraker auf Autodächer kletterten und die Nationalfahne schwenkten oder auf den Straßen tanzten. Der Attentäter riss mindestens 20 Menschen mit sich in den Tod, darunter zwei Soldaten. Die Behörden gaben die Zahl der Verletzten mit 61 an.

(apa/red)