Wieder Blutbad in Afghanistan: 15 Tote bei Selbstmordanschlag auf US-Sicherheitsfirma

Außerdem 25 Verletzte durch Autobombenanschlag

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine US-Sicherheitsfirma in der südafghanischen Stadt Kandahar sind nach jüngsten Polizeiangaben mindestens 15 Menschen getötet worden. 25 Menschen seien bei der Explosion verletzt worden, sagte Kandahars Polizeichef Sayed Agha Saqi. Unklar sei, ob Mitarbeiter der Sicherheitsfirma US Protection and Investigations (USPI) betroffen seien.

Der Anschlag galt nach Polizeiangaben einem USPI-Konvoi, der am westlichen Stadtrand Kandahars auf der Schnellstraße nach Herat unterwegs war. Der Selbstmordattentäter habe sein mit Sprengstoff beladenes Auto in den Konvoi gesteuert. Die Niederlassung von USPI in Kandahar-Stadt war zuletzt im vergangenen Dezember angegriffen worden. Nach afghanischen Regierungsangaben hatte ein Selbstmordattentäter damals mindestens zwei Amerikaner und vier Afghanen mit in den Tod gerissen.

Auf ihrer Homepage rekrutiert die US-Sicherheitsfirma derzeit neue Mitarbeiter für Einsätze in abgelegenen Regionen Afghanistans. Ausländische Sicherheitsfirmen am Hindukusch zahlen hohe Gehälter für die gefährliche Arbeit. (APA/red)