Ball der Bälle von

Wieder "Alles Oper"
am Wiener Opernball

Organisatorin Maria Großbauer blieb Linie vom Vorjahr treu

© Video: APA

Am 8. Februar heißt es am Wiener Opernball erneut "Alles Oper". Wie im Vorjahr werden sich am Ballabend Zitate aus berühmten Opern wie ein roter Faden durch das ganze Haus ziehen. "Viele Dekorationen und Ideen aus 2017 bleiben erhalten, einige kommen neu hinzu", sagte Organisatorin Maria Großbauer bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

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Bei der Eröffnung gibt es - ungeplant - viel französische Musik. "Das hat nichts mit mir zu tun", versicherte der französische Staatsoperndirektor Dominique Meyer. Persönlich habe er auch "die deutsche Musik lieber". Jedenfalls singen die österreichische Sopranistin Daniela Fally sowie Startenor Pavol Breslik, der etwa im Jänner 2017 bei der Eröffnung der Hamburger Elbphilharmonie zu sehen war. Dargeboten wird "O legere hirondelle" aus "Mireille" und "Ah! Leve-toi, soleil!" aus "Romeo et Juliette" und dann gemeinsam "Tanzen möcht' ich" aus "Die Csardasfürstin". Das Wiener Staatsopernorchester spielt die Ouvertüre zu "L 'Etoile".

Staatsballett kehrt in voller Stärke zurück

Das Staatsballett, das zuletzt aufgrund von Verletzungen und Babykarenzen stark ausgedünnt war, kehrt am Ball mit voller Stärke zurück. Mit den Solotänzern Olga Esina, Maria Yakovleva, Robert Gabdullin und Roman Lazik an der Spitze tanzt es die vom Solotänzer Eno Peci eigens für den Ball kreierten Choreografien zu Josef Strauß" "Mein Lebenslauf ist Lieb'" und der Polka "Lust, Walzer und Feuerfest!".

© APA/GEORG HOCHMUTH Staatsopern-Direktor Dominique Meyer mit den Tänzerinnen Maria Yakovleva und Olga Esina

Danach ziehen wie gewohnt die 144 Debütantenpaare in den Ballsaal ein. Die Gestaltung ihrer Eröffnungs-Choreografie - "Stürmisch in Lieb und Tanz", eine Polka von Johann Strauß Sohn - liegt erneut in den bewährten Händen von "Zeremonienmeister" Roman Svabek. Svabek wird auch wieder die beliebten Quadrillen leiten, die letzte um 4.00 Uhr. Unterstützt wird er dabei heuer gleich vom Direktor selbst: "Ich werde noch üben", versicherte Meyer.

»Das ist kein Opernball mehr, das ist Weihnachten!«

Das Ballspenden-Paket für Komitee und Gäste fällt heuer recht üppig aus, was auch Meyer auffiel: "Das ist kein Opernball mehr, das ist Weihnachten!" Die Debütantinnen erhalten etwa ein Diadem, eine Swarovski-Tiara, designed von Dolce&Gabbana samt Style-Guide und Make-up-Produkten. Die Debütanten werden mit Silbermanschettenknöpfen von Juwelier Heldwein und einem Parfum verwöhnt. Die Damenspende 2018 beinhaltet unter anderen einen funkelnden Armreif von Swarovski, die Herrenspende besteht aus handgemachten Manschettenknöpfen.

© APA/GEORG HOCHMUTH Opernball-Organisatorin Maria Großbauer mit der Damenspende von Swarovski

Auch der Blumenschmuck der Kunstgärtnerei Doll steht im Zeichen "Oper", genauer unter dem Motto der Mozart-Oper "Le nozze di Figaro". Die Arrangements sind in den Farben Weiß, Pfirsich, Rose und Pink gehaltenen, Hauptblume ist die Ranunkel. Ein Raum wird gänzlich neu gestaltet: Aus dem Einsingraum wird für den Abend ein ganz in Gold gehaltenes "König Midas Schatzkästchen".

© APA/GEORG HOCHMUTH Dominique Meyer mit Tiara

Für die Oper wird der Abend wohl wieder ein voller Erfolg. 2017 sind Meyer zufolge 1,5 Millionen Zuseher in Österreich dem Treiben in der Oper via Fernsehen gefolgt. "Das ganze Haus ist daran beteiligt - vom Portier bis zu den Solotänzerinnen. Alle arbeiten mit", unterstrich der Direktor. Falls am Ball trotz allen Engagements doch etwas schief gehen sollte, bleibt immer noch der Gang in die Disco: Dort mixt Roberto Pavlovic von "Roberto American Bar" den Opernball-Drink. Heuer ist es der Champagner-Cocktail "Glücklich ist, wer vergisst".

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