'Leben passiert einfach'

Palfrader & Stadlober im NEWS-Talk über Jugend, Erwachsenwerden und Co.

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    Stadlober und Palfrader im Interview

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    Stadlober und Palfrader im Interview

Sie zählen zu den vielseitigsten unter den Darstellenden: Robert Palfrader, 42, Kabarettist, TV-Liebling, Bühnenstar, Autor; und Robert Stadlober, 29, Charakterdarsteller und Leadsänger der Band Gary. Palfrader startet nach dem Ende als „Kaiser“ 2012 mit zwei neuen Satireserien im ORF: „Braunschlag“ und „Wir Staatskünstler“ mit Florian Scheuba und Thomas Maurer. Stadlober, der zwischen Wien und Berlin pendelt, überzeugt ab 14. Oktober im Drama „Adams Ende“. Gemeinsam spielen sie im Film „Wie man leben soll“ (ab 7. Oktober im Kino), den David Schalko nach dem Roman von Thomas Glavinic fertigte.

NEWS: In „Wie man leben soll“ wurstelt sich der Protagonist durch die Zeit der Adoleszenz – Liebeskummer, unerfüllte Träume und berauschende Erfahrungen inklusive. Hat Sie das an die eigenen Jugendjahre erinnert?
Robert Stadlober: Ich war nicht lange auf der Schule und habe nie studiert. Erwachsen geworden bin ich zwischendurch, wenngleich noch nicht ganz. Es gibt Parallelen zu meiner eigenen Adoleszenz: die Überidentifikation mit Popkultur, Tagträume, Interviews mit sich selbst und die größte Gemeinsamkeit, den Versuch, das Leben laufen zu lassen, statt zu planen.
Robert Palfrader: Ich wünschte, mein Leben wäre so interessant gewesen wie das von Charlie Kolostrum. Mein Erwachsenwerden war bis auf ein paar kurze Episoden relativ langweilig. Ich habe nach dem Bundesheer begonnen, in der Hotellerie zu arbeiten. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als schnell zu reifen. Wirklich erwachsen geworden bin ich erst mit der Geburt meines Sohnes vor zwölf Jahren. Das ist noch nicht so lange her, also fühle ich mich dementsprechend jung.

NEWS: Welche Jobs würden Sie heute mit dem Satz „Ich war jung und brauchte das Geld“ rechtfertigen?
Stadlober: Ich bin ja schon relativ lange Schauspieler ... „Alphateam – Die Lebensretter im OP“ oder „Stefan Frank“.
Palfrader: Ich habe ein paar Monate in einem ehemaligen Bordell am Gürtel gekellnert. Das war ziemlich wild. Wir haben mit Bierdeckeln die Kakerlaken auf der Bar erschlagen, damit die Gäste nichts davon mitbekommen.

NEWS: Letztlich sind Sie beide Schauspieler geworden.
Palfrader: Robert ist ein Schauspieler, ich nicht. Das ist ein ernst zu nehmender Beruf, den ich nicht dadurch herabwürdigen will, dass ich mich als Schauspieler bezeichne.

NEWS: Wie würden Sie sich dann bezeichnen?
Palfrader: Es ist vielleicht etwas prätentiös, aber ich sehe mich als Unterhaltungshandwerker. Es ist mein Beruf, nicht meine Berufung.

Das gesamte Interview lesen Sie im neuen NEWS (Nr. 40/2011)!