Widhölzl kam mit Schanze überhaupt nicht zurecht

Widhölzl kam mit Schanze überhaupt nicht zurecht

Das Unerwartete ist eingetreten. Die von Toni Innauer bereits als fix geglaubte Mannschaft für das WM-Springen von der Großschanze am Sonntag (12:00) in Lahti wurde auf Grund der außergewöhnlichen Umstände im Freitagabend-Training noch geändert.

Während Andi Widhölzl eine sehr schlechte Leistung bot, zeigte Andreas Goldberger im Gegensatz dazu eine ebenso starke Leistung. Goldberger sprang damit erstmals seit Nagano 1998 bei einem Großereignis ins ÖSV-Team.

"Es ist so, dass jene außergewöhnlichen Umstände eingetreten sind, die zu einer Änderung des Teams führen konnten. Andi Widhölzl ist leider mit der Schanze überhaupt nicht zurecht gekommen. Das zweite Außergewöhnliche war, dass Goldi sehr, sehr stark gesprungen ist, worüber ich auch froh bin, das möchte ich auch sagen", meinte Cheftrainer Toni Innauer, der diese Entscheidung natürlich nicht leichten Herzens gefällt hat.

"Es fällt mir nicht leicht, das zu tun. Aber der 'Swider' hat nach einem Gespräch diese Entscheidung akzeptiert", erklärte Innauer. Über die weiteren Konsequenzen bzw. welche Auswirkungen dies auch auf einen möglichen Start im Teambewerb am Mittwoch haben könnte, wird sich Innauer mit Widhölzl noch unterhalten.

Das erste öffentliche Training von Martin Höllwarth und Widhölzl nach dem tragischen Autounfall hätte unterschiedlicher nicht ausfallen können. Während Höllwarth mit 114, 123 und 120 Metern gezeigt hat, dass er den Anschluss zur Spitze nicht verloren hat, lief es für Widhölzl überhaupt nicht. Nach einem passablen 111,5-m-Satz verhaute der Tourneesieger des Vorjahrs gleich zwei Sprünge total - 99,5 und 88,0 Meter. Über diesen Umstand konnte Innauer nicht hinweg sehen.

International gesehen überzeugte einmal mehr Adam Malysz, der zwei Mal Weitester war (129,0 bzw. 127,5 m). Nicht am Start war der erkältete Sven Hannawald, der aber für Sonntag ohnehin fix qualifiziert ist.

Wichtigste Trainings-Ergebnisse (Anlauflänge teilweise unterschiedlich):

Martin Höllwarth (AUT) (114,0/15. - 123,0/4. - 120,0/6.)

Stefan Horngacher (AUT) (118,5/4. - 120,0/6. - 126,5/2.)

Andreas Widhölzl (AUT) (111,5/23. - 99,5/52. - 88,0/60.)

Wolfgang Loitzl (AUT) (117,5/7. - 113,0/24. - 119,5/8.)

Andreas Goldberger (AUT) (121,0/2. - 125,0/2. - 124,5/3.)

Reinhard Schwarzenberger (AUT) (99,5/53. - 116,0/17.106,0/35.)

Adam Malysz (POL) (117,5/7. - 129,0/1. - 127,5/1.)

Martin Schmitt (GER) (119,0/3. - 124,5/3. - nicht gesprungen)

Janne Ahonen (FIN) (113,5/16. - 119,0/9. - 122,5/4.)