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Das steckt hinter Whatsapp

Wir klären die wichtigsten Fragen zum beliebten Nachrichtendienst

Apps - Das steckt hinter Whatsapp © Bild: Shutterstock

Was ist eigentlich WhatsApp? Welche Vorteile habe ich damit? Und: Ist das auch wirklich seriös? Die App für Smartphones erfreut sich ungebrochener Beliebtheit und ist aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Wir stellen die wichtigsten Fragen zum populären Nachrichtendienst und geben die Antworten darauf.

Wie funktioniert WhatsApp?

WhatsApp ist eine App, die man sich für jedes Smartphone runterladen kann. Dahinter steckt ein Nachrichtendienst, der als zeitgemäße Alternative zu SMS oder MMS verstanden werden kann. WhatsApp ist dabei ein Allrounder: Mit dem Dienst lassen sich nicht nur beliebig lange Textnachrichten, sondern auch Bilder und Videos verschicken. Sprachnachrichten und herkömmliche Telefonie sind ebenfalls damit möglich.

Anders als SMS oder MMS verschickt WhatsApp die Inhalte über die Internetverbindung des Smartphones und nicht über das Mobilfunknetz. Dennoch wird das Konto des Nutzers bei der ersten Registrierung mit seiner Telefonnummer verknüpft. Die Kontakte aus dem Telefonbuch werden gescannt, um Freunde mit WhatsApp herauszufiltern und der Kontaktliste gleich hinzuzufügen. Man muss also keine Usernamen oder User-IDs untereinander austauschen, gibt aber gleichzeitig alle seine Kontakte her.

Was kann ich mit WhatsApp machen?

Die Einsatzmöglichkeiten von WhatsApp sind vielfältig. In den allermeisten Fällen wird die App genutzt, um Nachrichten mit einer oder mehreren Personen gleichzeitig auszutauschen. Das können Texte, Bilder, animierte Giphys oder Videos sein. Aber auch normales Telefonieren oder das Aufzeichnen und Hinterlassen von Sprachnachrichten ist kein Problem mit WhatsApp. Zudem bieten zahlreiche Medienunternehmen mittlerweile schon seit längerem an, tagesaktuell Nachrichten über den Dienst zu verschicken.

Wie bekomme ich WhatsApp?

WhatsApp ist kostenlos für jedes Smartphone über den jeweiligen App-Store herunterzuladen. Unterstützt werden in erster Linie alle Geräte mit iOS, Android und Windows Phone. Was viele nicht wissen: WhatsApp kann im Browser auf Desktops genutzt werden. Explizit nicht mehr unterstützt wird seit Ende letzten Jahres lediglich BlackBerry OS, BlackBerry 10 und Symbian.

Was kostet WhatsApp?

Wie vorhin kurz erwähnt ist der Download der Software und deren Nutzung kostenlos. Anders als SMS oder MMS verschickt WhatsApp die Inhalte über die Internetverbindung des Smartphones und nicht über das Mobilfunknetz. Das hat den Vorteil, dass im Gegensatz zu SMS/MMS auch keine direkten Kosten pro verschickter Nachricht anfallen. Auf der anderen Seite sollte man aber berücksichtigen, dass alle Nachrichten indirekt zulasten des Datenvolumens gehen.

Insbesondere Bilder und Videos haben einen hohen Datenverbrauch, die je nach Anbieter und Tarifvertrag das zur Verfügung stehende Datenvolumen schnell aufbrauchen können. In Gebieten mit schwachem Empfang bleibt die SMS immer noch im Vorteil, weil der Kontrollkanal der Mobilfunkanbieter dort im Vergleich zur Internetanbindung zuverlässiger und schneller arbeitet.

Hat WhatsApp auch einen Haken?

Ja. Abgesehen vom Entgelt für den Datenverbrauch zahlt der Nutzer nicht mit Geld, sondern mit seinen Daten und seinem Verhalten innerhalb dieser Infrastruktur. Und das nicht zu knapp. WhatsApp und in weiterer Folge Mutterkonzern Facebook Inc. können Telefonnummern und das Nutzungsverhalten aller Anwender nicht nur selbst zu kommerziellen Zwecken verwenden, sondern auch an Dritte weitergeben.

Ist WhatsApp sicher?

Prinzipiell nutzt WhatsApp seit April 2016 eine Verschlüsselungstechnik, die es nur Sender und Empfänger erlaubt, die verschickten Inhalte lesen zu können. Ob und für wen die Verschlüsselungstechnik wirklich sicher ist, lässt sich allerdings nicht transparent nachvollziehen, da WhatsApp keinen frei zugänglichen Quellcode besitzt.

Fakt ist, dass seit Bestehen immer wieder Kritik an mangelnder Sicherheit des Dienstes geäußert worden ist. Zuletzt wurde im Jänner 2017 vom Guardian eine erhebliche Sicherheitslücke ausgemacht.

Wieviele Menschen nutzen WhatsApp?

Ohne Zweifel hat sich WhatsApp zum populärsten Nachrichtendienst für Smartphones gemausert. Bereits Anfang 2016 nutzte mehr als eine Milliarde Nutzer den Dienst, ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen

Gibt es Alternativen zu WhatsApp?

Nachrichtendienste gibt es grundsätzlich wie Sand am Meer. Ungeachtet ihrer Qualität sind sie aber in allererster Linie immer nur so gut wie ihr Verbreitungsgrad. Aus diesem Standpunkt gibt es keinen Dienst, der WhatsApp derzeit auch nur annähernd das Wasser reichen kann. Dennoch seien an dieser Stelle Threema, Telegram und Signal erwähnt, die dem Branchenprimus rein technisch betrachtet mindestens auf Augenhöhe begegnen.

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© Video: Zoomin