Wetterumschwung erhöht Asthma-Risiko:
Große Temperaturdifferenz wirkt als Reiz

Rasche Wetterwechsel tun Asthmapatienten nicht gut Bei Temperaturschwankung von mehr als zwölf Grad

Nicht nur Pollen und kalte Luft können Asthma-Attacken auslösen, sondern auch rasche Wetterwechsel. Offenbar wirken die Temperaturdifferenzen als Reiz, der bei Asthmapatienten zu einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und damit einer Verengung der Atemwege führt, wie der Sprecher des deutschen Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Ulrich Fegeler, unter Berufung auf eine US-Studie berichtete. Bekannt sei bereits, dass Asthmapatienten beim Trinken von heißer oder kalter Flüssigkeit Anfälle bekommen könnten.

Wetterumschwung erhöht Asthma-Risiko:
Große Temperaturdifferenz wirkt als Reiz © Bild: APA/ERS

Die US-Wissenschaftler hatten die Daten der Notfallaufnahme des Kinderkrankenhauses von Michigan in Detroit mit den Wetter- und Klimawerten verglichen. Ergebnis: Wenn die Luftfeuchtigkeit um mehr als zehn Prozent gestiegen war oder wenn es Temperaturschwankungen von mehr als zwölf Grad Celsius an einem Tag gegeben hatte, musste die Notfallaufnahme in den darauffolgenden Tagen mehr Patienten mit Asthma behandeln. Der Luftdruck hatte dabei keinen Einfluss auf die Krankheit.
(apa/red)