Wetterphänomen von

Hurrikan oder Taifun -
Was ist der Unterschied?

Warum es so viele verschiedene Bezeichnungen für den Wirbelsturm gibt

Ein Hurrikan wirbelt durch die Landschaft. © Bild: Thinkstock

Zyklon, Taifun oder Hurrikan - Für das Wetterphänomen Wirbelsturm gibt es die unterschiedlichsten Bezeichnungen, aber was bedeuten die einzelnen Begriffe eigentlich?

THEMEN:

Meistens variieren die Bezeichnungen je nach Region. Der Oberbegriff "tropischer Wirbelsturm" gilt für Sturmgebiete, die sich in der südlichen Hemisphäre im Uhrzeigersinn drehen, auf der Nordhalbkugel entgegengesetzt. Sie entstehen über warmen Meeren und zeichnen sich durch ein starkes Druckgefälle aus. Im Zentrum des Wirbels herrscht fast Windstille, das Zyklonfeld umschließt das Zentrum ringförmig.

Ein Hurrikan heißt ein starker tropischer Wirbelsturm über dem Atlantik und dem nordöstlichen Pazifik beiderseits von Nord- und Mittelamerika.Hurrikans werden je nach Windstärke auf einer Skala zwischen 1 (119 bis 153 Stundenkilometer) und 5 (schneller als 249 Stundenkilometer) eingereiht. Hurrikans der höchsten Stufe sind extrem gefährlich, sie decken Dächer ab, entwurzeln auch größere Bäume und sind selbst für fest gemauerte Gebäude gefährlich. Häufig sind viele Todesopfer zu beklagen.

Vor China und Japan heißt dieselbe Art von Wirbelsturm Taifun . Im Indischen Ozean und vor der Ostküste Australiens werden die Stürme Zyklone genannt.

Weniger gebräuchlich sind heutzutage die Begriffe Cordonazo für Wirbelstürme vor der Westküste Mexikos und Willy Willy für Zyklone vor West- und Nordwestaustralien.

Der Tornado ist ein Wirbelsturm, der durch starke Temperatur- und Druckunterschiede über dem Festland entsteht. Meist treten diese kurzlebigen lokalen Luftwirbel über dem nordamerikanischen Festland auf. Ein Blizzard ist kein Wirbelsturm, sondern ein winterlicher Schneesturm, der durch starke Temperaturstürze entsteht. Orkan wird jeder Wind genannt, der auf der Beaufort-Skala den höchsten Stärkegrad zwölf erreicht und damit Geschwindigkeiten von 117 Stundenkilometern und mehr.

Die tropische Wirbelsturm-Saison dauert im amerikanischen Pazifik von 15. Mai bis 30. November, im Atlantik von 1. Juni bis 30. November. Die Wirbelstürme eines Jahres werden mit englischen Vornamen in alphabetischer Reihenfolge benannt. Ein tropischer Wirbelsturm kann einen Durchmesser von einigen hundert Kilometern haben. Typisches Kennzeichen ist das sogenannte Auge, eine windstille Zone von ungefähr 20 Kilometern Durchmesser im Wirbelzentrum. Die Luftmassen rotieren rasend schnell entgegen dem Uhrzeigersinn um das Auge des Sturms. Der Sturm selbst bewegt sich hingegen eher gemächlich vorwärts.

Kommentare