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So wird das Wetter:
Schafskälte nicht in Sicht

Sonne, Wärme und teils kräftige Gewitter auch in den kommenden Tagen

Sprung ins Wasser © Bild: APA/Jens Wolf dpa/lah

Mehr vom Gleichen verspricht die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) für das Wetter in den kommenden Tagen. Es bleibt sommerlich, mit Wärme, Sonne und teilweise kräftigen Gewittern. Die Schafskälte - ein markanter Kälteeinbruch im Juni - ist derzeit nicht in Sicht, obwohl sie statistisch gesehen zu den verlässlichsten Temperaturschwankungen zählt.

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Bei der Schafskälte handelt es sich um Kälteeinbrüche im Juni, die bis ins Mittelgebirge Schnee bringen. Für die zu dieser Zeit oft frisch geschorenen Schafe auf den Almen stellen derartige Wetterlagen eine Gefahr dar. Die Schafskälte ist in den Klimadaten Österreichs deutlich zu erkennen, wie eine Untersuchung der ZAMG zeigt: "Wir haben für die letzten rund 140 Jahre untersucht, wann im Jahr besonders starke Schwankungen der Temperatur typisch sind", erklärte Michael Hofstätter von der ZAMG. "Die markanteste Abweichung zu niedrigeren Temperaturen kommt dabei Mitte Juni vor. Zu dieser Zeit hat sich der europäische Kontinent meist schon stark erwärmt, die Meeresoberflächen nördlich von Europa sind aber noch sehr kalt. Mit einer kräftigen Nordströmung kann daher innerhalb kurzer Zeit polare Kaltluft bis zu den Alpen vorstoßen, mit Schnee zumindest bis ins Mittelgebirge."

Noch keine Schaftskälte

Für heuer zeichnet sich vorerst noch keine Schafskälte ab. Im Gegenteil: In den nächsten Tagen ist es überdurchschnittlich warm, bei einer Mischung aus Sonne, Wolken und teils kräftigen Regenschauern und Gewittern. Stellenweise sind auch Unwetter möglich, mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Am Mittwoch sind bis zu 29 Grad vorausgesagt. Ab Donnerstag klettert das Thermometer wieder auf über 30 Grad, für Freitag und Samstag sind bis zu 33 Grad prognostiziert. Mit Gewittern ist an allen Tagen zu rechnen, am geringsten dürfte die Gefahr noch am Freitag sein.

Die Untersuchung der ZAMG zeigt neben der Schafskälte noch einige andere typische Singularitäten. Singularitäten sind Wetterlagen, die zu bestimmten Zeiten im Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten und für einige Tage ungewöhnlich kaltes oder warmes Wetter bringen. Sehr häufig kommen zum Beispiel markante Wärmeperioden um den 1. April und um den 11. November vor - eine Tatsache, die teilweise auch in Bauernregeln überliefert ist. Zum Beispiel in "Bringt Allerheiligen einen Winter, so bringt Martini (11.11.) einen Sommer". Die Hundstage (große Hitze im August) und das Weihnachtstauwetter sind dagegen schwächer ausgeprägt und treten nur unregelmäßig auf, wie die Untersuchung der ZAMG zeigt.

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