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Schneefall behindert
Österreichs Straßen

Unfälle und Stauungen rund um Wien - Pkw-Lenker in Tirol stürzte in Fluss

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Im Frühverkehr in Kombination mit den ersten Schneefällen der Saison in Ostösterreich ist es Donnerstagfrüh vor allem rund um Wien zu Stauungen gekommen. Nach Angaben des ÖAMTC ereignete sich auf der A4 (Ostautobahn) gegen 6.15 Uhr zwischen Bruck a.d. Leitha und Fischamend ein Unfall mit mehreren Fahrzeugen, worauf ein Fahrstreifen gesperrt war. Der Stau erreichte zehn Kilometer Länge.

Zu Verzögerungen kam es laut dem Autofahrerklub auf der salznassen A2 (Südautobahn) ab Traiskirchen, auf der A3 (Südostautobahn) ab Münchendorf und auf der A21 (Wiener Außenringautobahn) zwischen Hinterbrühl und Brunn am Gebirge (Bezirk Mödling) in beiden Richtungen. Zähflüssig ging es zudem auf der S1 (Wiener Außenringschnellstraße) von Schwechat Richtung Vösendorf. Behinderungen gab es auch im Waldviertel, u.a. blieb auf der B37 bei Rastenfeld ein Lkw hängen.

Neuschnee fiel am Donnerstag in allen Teilen Niederösterreichs, am intensivsten im Most- und Industrieviertel, wo laut dem Landespressedienst bis zu zehn Zentimeter gemessen wurden. Die Landesstraßen L und B waren matschig bzw. gestreut, Räum- und Streueinsätze seien überall im Gange.

Kettenpflicht für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen galt auf der B20 über den Josefsberg und den Annaberg, der B21 über das Gscheid und den Rohrersattel und der B23 über den Lahnsattel. Die Temperaturen lagen in der Früh zwischen minus drei Grad in Spitz und plus zwei in Waidhofen an der Ybbs. Im Raum Mank (Bezirk Melk) und Retz im Weinviertel herrschte Bodennebel, die Sichtweiten betrugen 50 bis 100 Meter.

Behinderungen in Kärnten

Der Schnee hat auch auf Kärntens Straßen zu Behinderungen geführt. Laut Informationen des ÖAMTC blieben auf der Südautobahn (A2) immer wieder Fahrzeuge hängen. Kettenpflicht herrschte sowohl auf den meisten Passstraßen, als auch auf der Drautal Straße (B100) im Bezirk Spittal.

Konkret gab es auf der A2 zwischen dem Packsattel und Klagenfurt immer wieder Probleme, zwischen Griffen und St. Andrä im Lavanttal mussten am Vormittag Lkw sogar Ketten anlegen. Auf der Tauernautobahn (A10) wurde ein Unfall im Wolfsbergtunnel bei Spittal an der Drau gemeldet, in diesem Bereich gab es auch Probleme wegen des Winterwetters. Auch auf der S37 im Norden von Klagenfurt staute es sich. Auf den Bundesstraßen in den Bezirken Klagenfurt-Land und Völkermarkt wurden in den Morgenstunden Probleme wegen hängen gebliebener Fahrzeuge gemeldet.

Schneekettenpflicht herrschte Donnerstagfrüh auf den Passstraßen: Auf der Nassfeldstraße bei Hermagor, am Loiblpass, auf der Turracher Straße und am Katschberg galt sie für alle Fahrzeuge, auf einigen weiteren Straßen gab es Kettenpflicht für Lkw. Doch auch auf Straßen in den Tälern ging am Donnerstagvormittag ohne Schneeketten nichts, etwa auf der Drautal Straße im Bezirk Spittal und im Metnitztal (Bezirk St. Veit).

Bereits am Mittwochnachmittag hatte Schneeglätte zu einem schweren Verkehrsunfall geführt: Ein 52-jähriger Forstarbeiter aus St. Johann im Pongau (Salzburg) war mit einem Auto im Gemeindegebiet von Weißensee (Bezirk Spittal) auf einem abschüssigen Güterweg unterwegs, als er auf der Schneefahrbahn ins Rutschen kam. Das Fahrzeug kam von der Straße ab und stürzte sich überschlagend etwa 60 Meter in ein steiles Waldstück ab. Der Lenker und seine zwei Mitfahrer, ein 40-jähriger und ein 60-jähriger Forstarbeiter, ebenfalls aus St. Johann, wurden schwer verletzt ins Krankenhaus Spittal gebracht.

Unfälle im Lungau

Der neuerliche Wintereinbruch im Bundesland Salzburg, der in der Nacht auch in der Landeshauptstadt angekommen ist, hat am Donnerstagvormittag zu keinen großen Verkehrsbehinderungen geführt, wie einer Sprecherin der Polizei auf Anfrage sagte. Bereits am Mittwochabend haben sich aber im Lungau auf der schneeglatten Fahrbahn zwei Unfälle ereignet, in die insgesamt sieben Fahrzeuge verwickelt waren.

Aufgrund der winterlichen Bedingungen herrschte am Donnerstag auf vielen höher gelegenen Straßen Kettenpflicht für Schwerfahrzeuge, über den Katschberg und auf dem Gaisberg sogar für alle Fahrzeuge. Nennenswerte Beeinträchtigungen gebe es keine, sagte die Polizei-Sprecherin.

Mittwochabend war ein Pole zwischen Mauterndorf und St. Michael im Lungau mit seinem Auto auf der verschneiten Straße ins Schleudern geraten. Sein Wagen kollidierte mit dem Pkw eines Einheimischen, dessen Fahrzeug dann noch mit dem Auto eines Steirers zusammenprallte. Dabei wurden der Lungauer und seine Beifahrerin verletzt. Das Rote Kreuz lieferte sie ins Krankenhaus Tamsweg ein.

Wenig später bemerkte eine einheimische Autofahrerin im Rückstau die stehende Kolonne zu spät. Sie verriss ihr Fahrzeug nach links und prallte frontal gegen einen Abschleppwagen, der gerade eines der Unfallautos abtransportierte. Der Lastwagen stieß in der Folge noch mit zwei weiteren Autos zusammen. Bei diesem Unfall wurde die Lungauerin verletzt. Auch sie wurde ins naheliegende Spital gebracht. Die Bundesstraße war im Unfallbereich mehrere Stunden gesperrt.

Tirol: Mann stürzt in Fluss

Ein 22-jähriger Italiener ist Mittwochabend in St. Anton am Arlberg (Bezirk Landeck) mit seinem Pkw rund 20 Meter über eine steile Böschung in einen Fluss gestürzt und dabei verletzt worden. Laut Polizei war der Mann auf der schneebedeckten Straße in einer Kurve über den Fahrbahnrand hinausgeraten.

Das Fahrzeug kam am Dach liegend zum Stillstand. Der 22-Jährige konnte sich selbst befreien und selbstständig zur Straße hinaufklettern. Er wurde nur leicht verletzt.

Der stark beschädigte Pkw wurde von Feuerwehrleuten aus St. Jakob und St. Anton am Arlberg geborgen. Die zwei Feuerwehren waren mit zwei Fahrzeugen und insgesamt 25 Mann im Einsatz.

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