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Autobus 13A drohte abzurutschen. Zwei Tote bei Verkehrsunfällen in Niederösterreich.

Eine Frau geht durch Wiens verschneite Straße © Bild: APA/Helmut Fohringer

Die Wiener Berufsfeuerwehr ist seit Samstagfrüh wegen des starken Schneefalls ständig im Einsatz. Immer wieder mussten im Stadtgebiet auf Steigungen hängen gebliebene Schwerfahrzeuge flott gemacht werden. In Wien-Neubau bewahrten die Feuerwehrmänner einen Autobus der Linie 13A davor, über ein steiles Straßenstück in der Kellermanngasse abzurutschen und mit abgestellten Pkw zu kollidieren.

Der Busfahrer habe richtig reagiert und die Einsatzkräfte verständigt, berichtete die Feuerwehr. Die Polizei sperrte die Kellermanngasse und die Kreuzung mit der Lerchenfelder Straße, während die Feuerwehrleute den Bus sicherten. Danach wurde das Fahrzeug mit der Seilwinde eines Rüstlöschfahrzeuges in die Spur und schließlich bis zur Lerchenfelder Straße hinauf gezogen. Von dort setzte der Autobus seine Fahrt selbst fort. Bei dem Vorfall entstand kein Sachschaden und es gab auch keine Verletzten.

Generell kam es Samstagfrüh und vormittags in ganz Wien bei Straßenbahnverbindungen und Buslinien zu Verzögerungen. "Bei den Straßenbahnen sind es meist rutschende Autos, die für Fahrtbehinderungen verantwortlich sind. Außerdem wird der Schnee durch den Autoverkehr in die Schienen gedrückt", berichtete Sandra Stehlik, Sprecherin der Wiener Linien. Linienbusse hätten vor allem bei Steilstücken Schwierigkeiten weiterzukommen. Die U-Bahn hingegen verkehre ohne größere Beeinträchtigungen.

Niederösterreich: Zwei Unfalltote

Bei den tiefwinterlichen Bedingungen haben sich auf Niederösterreichs Straßen in der Nacht auf Samstag seit Mitternacht 17 Unfälle mit Personenschaden ereignet, berichtete "144 - Notruf NÖ". Zwei Personen starben, 25 wurden verletzt, sechs davon schwer.

Auf der Wiener Außenringautobahn (A21) blieben immer wieder Lkw hängen, weshalb in der Früh zunächst eine Sperre für Lkw über 3,5 Tonnen in beiden Richtungen verhängt wurde, so die Asfinag. Wegen der Bergungs- und Räumarbeiten und um zu verhindern, dass im Stau weitere Fahrzeuge hängen bleiben, wurde die Autobahn in Fahrtrichtung Wien in der Folge für eine Stunde für den gesamten Verkehr gesperrt.

Auch im Raum Amstetten sorgten hängen gebliebene Schwerfahrzeuge auf der Westautobahn (A1) für Behinderungen. Nach Angaben des Bezirksfeuerwehrkommandos standen Feuerwehren im Einsatz, um die Laster wieder flott zu bekommen.

Probleme am Flughafen Schwechat

Der heftige Schneefall hat am Samstag in der Früh auch zu Problemen am Wiener Flughafen in Schwechat geführt. Im Morgenverkehr kam es zu Verzögerungen, insgesamt acht AUA-Flüge mussten abgesagt werden. "Der Flughafen ist aber voll in Betrieb", betonte Sprecher Peter Kleemann.

Am Flughafen bemühten sich Winterdienst und Enteisungsteams darum, die Verzögerungen möglichst kurz zu halten. "Ich empfehle aber allen Passagieren, sich bei den jeweiligen Airlines über ihren Flug zu informieren", sagte Kleemann. Wann sich der Betrieb wieder normalisieren sollte, war am Vormittag noch nicht abzusehen.

Zahlreiche Feuerwehreinsätze im Burgenland

Der starke Schneefall hält die Feuerwehren im Burgenland auf Trab. Seit Freitag sei man zu rund 50 wetterbedingten Einsätzen ausgerückt, hieß es aus dem Landesfeuerwehrkommando am Samstagvormittag. Zum überwiegenden Teil mussten liegen gebliebene oder von der Straße abgekommene Fahrzeuge geborgen werden. Die Verkehrsunfälle seien laut Landessicherheitszentrale großteils glimpflich verlaufen.

Ein schwerer Unfall hat sich Samstagfrüh bei Weppersdorf (Bezirk Oberpullendorf) ereignet. Der Lenker wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr geborgen werden. Der Verletzte wurde mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht.

Am Samstagvormittag waren trotz tiefwinterlicher Verhältnisse alle Hauptverkehrsrouten im Burgenland befahrbar, teilte ein Sprecher Landespolizeidirektion der APA mit. Nur die Landesstraße zwischen Wallern und Apetlon (Bezirk Neusiedl am See) sowie einzelne Güterwege seien gesperrt. Auf der Ostautobahn A4 komme es außerdem zu Behinderungen wegen hängen gebliebener Fahrzeuge.

A8 komplett gesperrt

Über drei Stunden hat die Innkreis-Autobahn (A8) Samstagfrüh in Oberösterreich nach einem Verkehrsunfall mit drei Schwerfahrzeugen in Fahrtrichtung Voralpenkreuz komplett gesperrt werden müssen. Es bildete sich ein rund zehn Kilometer langer Rückstau, berichtete die Asfinag in einer Presseaussendung.

Kurz vor Aistersheim waren drei Lkw gegen 7.00 Uhr zusammengestoßen. Verletzt wurde dabei laut Auskunft der Polizei gegenüber der APA niemand. Die Bergung der Schwerfahrzeuge im Baustellenbereich gestaltete sich schwierig, hieß es in der Aussendung. Kurz nach 10.00 Uhr konnte auch der letzte Lastwagen von der Fahrbahn entfernt werden. Laut Polizei gab es im Rückstau noch zwei kleinere Unfälle mit Sachschaden.

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