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Neue Hitzerekorde
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Wetter - Neue Hitzerekorde
in Österreich erwartet © Bild: Shutterstock

Es ist der wärmste Juni der Messgeschichte und diese Woche bringt in einigen Bundesländern mit großer Wahrscheinlichkeit auch neue Hitzerekorde, besonders im Westen Österreichs. Auch die Zahl der Tage mit mindestens 30 °C ist auf Rekordkurs.

Wir erleben den wärmsten Juni der Messgeschichte. „Das Monatsmittel - also der Mittelwert aller Tages- und Nachttemperaturen im gesamten Monat in Österreich - wird in diesem Juni um 4,5 °C über einem durchschnittlichen Juni liegen", sagt Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). „Wie schon letzte Woche angekündigt übertrifft der Juni 2019 damit den bisherigen Spitzenreiter. Der Juni 2003 lag 4,1 °C über dem Durchschnitt."

Die Auswertungen beziehen sich auf den HISTALP-Tiefland-Datensatz der ZAMG, der mit dem Jahr 1767 startet und eine der weltweit längsten und hochwertigsten Datenreihen ist.

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Diese Woche wahrscheinlich neue Bundesland-Hitzerekorde

Nicht nur die Wärme über den gesamten Monat ist außergewöhnlich. Auch die Spitzenwerte von 35 °C und mehr sind in einem Juni sehr selten. Am Mittwoch und Donnerstag sind in einigen Bundesländern sogar neue Juni-Hitzerekorde sehr wahrscheinlich, vor allem im Westen Österreichs. So sind in Vorarlberg und in Tirol stellenweise um die 37 °C zu erwarten. Der Juni-Rekord liegt in Vorarlberg bei 36,3 °C, gemessen am 30. Juni 1950 in Feldkirch. In Tirol liegt der Juni-Rekord bei 36,6 °C, gemessen am 30. Juni 2012 in Imst.

Der Juni-Rekord für ganz Österreich liegt bei 38,6 °C, gemessen am 20. Juni 2013 an der ZAMG-Wetterstation in Waidhofen/Ybbs.

Luft aus Afrika strömt nach Europa: stellenweise über 40 °C

Der Grund für die aktuelle Hitzewelle ist eine kräftige Südströmung, die Luft aus dem Nordwesten Afrikas nach Europa bringt. Österreich wird von dieser heißen Luftströmung nur am Rande erreicht. Der Schwerpunkt der Hitze liegt in den nächsten Tagen vor allem in Spanien und in Frankreich. Hier sind Höchstwerte über 40 °C zu erwarten. Aber auch in Deutschland ist das Erreichen der 40 °C-Marke nicht ganz ausgeschlossen.

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Zahl der Hitzetage auf Rekordkurs

Der Juni 2019 könnte in Österreich auch einen neuen Rekord bei der Zahl der Hitzetage (mindestens 30 °C) bringen. Der Rekord-Juni war im Jahr 2003 mit 15 Hitzetagen in Haiming (T) und in Leibnitz (ST). Im aktuellen Juni liegen derzeit (Auswertung bis inkl. Montag) die ZAMG-Wetterstationen in Langenlebarn (N) und Wien Innere Stadt bei 12 Hitzetagen sowie Innsbruck-Universität und St. Johann/Pongau bei 11 Hitzetagen. Der Rekord aus dem Juni 2003 wird somit ziemlich sicher diese Woche erreicht, wahrscheinlich sogar übertroffen.

Zum Vergleich: In einem durchschnittlichen Juni liegt beispielsweise in den Landeshauptstädten die Zahl der Hitzetage zwischen einem Tag in Bregenz und vier Tagen in Wien Innere Stadt.

Juni geht heiß zu Ende

Bis Donnerstag bleibt es in ganz Österreich extrem heiß. Am Freitag und Samstag wird die extreme Hitze etwas gedämpft, mit Höchstwerten zwischen 24 und 33 °C, wobei es im Westen am wärmsten wird. Ab Sonntag ist es dann wieder überall sehr heiß. Ein Ende der Hitzewelle zeichnet sich für Mitte der kommenden Woche ab.

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Klimawandel verstärkt Hitzewellen

„Hitzewellen sind ein sich ein natürliches Phänomen, das schon immer vorgekommen ist. Durch den Klimawandel werden sie aber häufiger und intensiver", sagt der Leiter der ZAMG-Abteilung für Klimaforschung Marc Olefs. „Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens ist das Temperaturniveau in den letzten Jahrzehnten gestiegen, dadurch ist extreme Hitze häufiger geworden. Zweitens gibt es Anzeichen dafür, dass die Wetterlagen mittlerweile länger anhalten als früher. Das bedeutet im Sommer zum Beispiel längere Hitzewellen. Zusätzlich gibt es selbstverstärkende Effekte, zum Beispiel die Bodenfeuchte. Trocknen bei Hitzewellen durch die stärkere Verdunstung die Böden aus, kann das zu einer Verstärkung und Verlängerung der Hitze beitragen, da der kühlende Effekt der Verdunstung dann immer mehr fehlt. Dies kann sich somit auch auf Hitzewellen im weiteren Verlauf des Sommers auswirken."