Wetter 2013 von

Heiß-kalte Höhepunkte
in Österreich

Elftwärmstes Jahr seit Messbeginn - Hitze-Rekord im August gefallen

Die Wetter-Höhepunkte 2013 © Bild: APA/HERBERT P. OCZERET

2013 war das elftwärmste Jahr in der Messgeschichte. Damit setzt sich der Trend zu überdurchschnittlich warmen Jahren fort. Niederschlag und Sonnenschein waren zwar insgesamt durchschnittlich, aber von extremen Einzelmonaten geprägt. Das ist die erste vorläufige Bilanz der Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf der Hohen Warte in Wien.

Alexander Orlik, Klimatologe an der ZAMG: "Wenn man die Prognosen für die letzten Tage des Jahres berücksichtigt, ist 2013 das elftwärmste Jahr seit dem Messbeginn vor 246 Jahren, mit einer Abweichung von plus 0,5 Grad zum vieljährigen Mittel. Beachtlich ist, dass von den 25 wärmsten Jahren der Messgeschichte 17 Jahre seit 1989 auftraten."

40,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg

Der Sommer brachte auch einige Temperatur-Rekorde. Am 8. August wurde erstmals die 40-Grad-Marke übertroffen, mit 40,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg, 40,3 Grad in Neusiedl am See und 40,0 Grad in Güssing. Außerdem wurden heuer acht von neun Bundesländer-Hitzerekorde gebrochen. Nur Vorarlberg blieb knapp darunter.

Allerdings ließ der Frühling auf sich warten. Der Osten und der Süden Österreichs erlebten im März ungewöhnlich spät Eistage, mit ganztägigen Temperaturen unter null Grad. In Wien auf der Hohen Warte lag die Höchsttemperatur am 26. März bei minus 1,5 Grad. So kalt war es hier so spät im Jahr seit Messbeginn 1872 noch nie. 23 Tage später trat mit einem Tageshöchstwert von 25,2 Grad der erste Sommertag im Jahr 2013 auf. Dies ist bis jetzt der kürzeste zeitliche Abstand in der Wiener Messreihe zwischen einem Eistag unter null Grad und einem Sommertag mit über 25 Grad. Die tiefsten Temperaturen in diesem Jahr traten im Februar auf. Am Brunnenkogel registrierte die Wetterstation am 10. Februar minus 28,6 Grad.

Nassester Mai seit 1965

Niederschlag (plus vier Prozent zum vieljährigen Mittel) und Sonnenschein (minus drei Prozent) fielen durchschnittlich aus, waren aber ebenfalls von extremen Einzelmonaten geprägt: So brachte der starke Regen Ende Mai Anfang Juni ein Jahrhunderthochwasser und den nassesten Mai seit 1965. "Und wir erlebten im Jänner und Februar einen der trübsten Jahresbeginne der Messgeschichte und im Juli einen neuen Sonnenscheinrekord", hieß es in der Aussendung.

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