Wetten, dass..? von

Markus Lanz kontert Kritikern

Mit NEWS spricht der Moderator über "Anti-Barbie" Cindy und reflektiert über Fitness

Markus Lanz in Wien © Bild: ORF/Thomas Ramstorfer

Das Hemd obligat persilweiß und so faltenfrei wie das Gesicht. Markus Lanz, 44, wird als optische Erfreulichkeit vor allem von der Zuschauerinnenschaft geschätzt. Nun gastiert er mit "Wetten, dass..?" (Samstag, 20.15 Uhr, ORF 1) erstmals in Wien. Den Mangel an erstklassiger Prominenz im legendenschweren, aber nicht immer in Höchstverfassung befindlichen Traditionsformat muss er diesmal selbst ausgleichen: Die Häme über die eher bescheiden besetzte Wettcouch wird schon vernehmbar. Heiner Lauterbach ist noch der kommunizierbarste Anwesende. Lanz nimmt es mit Gelassenheit, wie auch die Kritik an seiner anfangs schwächelnden Performance. In NEWS erwidert er den Skeptikern und verrät sein Fitness-Geheimnis.

NEWS: Wie halten Sie sich fit? Haben Sie für Ihre Anhängerinnen Tipps?
Markus Lanz: Ich laufe sehr viel und sehr gerne. Wichtigster Tipp: Wer sich an Neujahr vornimmt, im kommenden Jahr jede Woche dreimal zu laufen, wird scheitern. Denn wenn er mal zwei Wochen Pause machen muss, wird er sofort das Gefühl haben: Jetzt lohnt es sich sowieso nicht mehr - und hört auf. Der Trick ist, das Ganze wie einen sozialistischen Fünfjahresplan zu betrachten: Wer fünf Jahre lang jede Woche dreimal läuft, darf ganz entspannt auch mal zwei Wochen nichts tun.

NEWS: Das optische Gegenkonzept zu Ihnen ist Cindy aus Marzahn. Wie sind Sie auf sie gekommen?
Lanz: Wenn man eine Assistentin für eine Show wie "Wetten, dass..?" sucht, wäre es ganz einfach, die üblichen Klischees zu bedienen, heißt: Das hätte ausgesehen wie Ken und Barbie bei der Arbeit. Dagegen ist nichts zu sagen, und damit kann man spielen. Wir fanden es aber interessanter, das Erwartbare mit der Kunstfigur Cindy zu brechen. Sie ist meine Princess of Plattenbau.

NEWS: Anfangs wurden Sie stark an Vorgänger Thomas Gottschalk gemessen. Hat Sie das geärgert?
Lanz: Ich habe mir darüber nie groß Gedanken gemacht, denn wenn man damit erst anfängt, kann am Ende nur der Wahnsinn stehen. Wer ständig überlegt, wie er werden müsste, wird nie jemand sein. Das gilt für jeden und natürlich auch für den Beruf. Und es gibt im Leben eines Menschen kaum eine spannendere Frage als die Frage: Wer bin ich eigentlich? Doch wir stellen diese Frage kaum, weil wir stattdessen immer fragen: Wer wäre ich gerne? Es ist nicht gut, sich ständig zu fragen: Warum bin ich nicht George Clooney? Die Antwort darauf ist so deprimierend, dass man schon Wiener sein muss, um so viel Weltschmerz gelassen zu ertragen. Deshalb vermeide ich solche Fragen. Das Gute ist: Als Fernsehfuzzi steht man ja sowieso permanent unter Oberflächlichkeitsverdacht, was den Vorteil hat, dass man sich dann die wirklich wichtigen Fragen gar nicht erst stellen muss.

NEWS: Worauf begründet sich Ihr Faible für Wien?
Lanz: Ich mag besonders das Café Hawelka. Das hat auch damit zu tun, dass ich eine Schwäche für die Ober habe, weil sich in der Gestalt des Obers fast jeder Aggregatzustand der menschlichen Seele bündelt. Da ist alles dabei, von höchst freundlich bis devot und schlecht gelaunt. Aber nur der Wiener Ober ist auch in der Lage, vor dir zu stehen und zu fragen: "Wos darf's denn sein?"- und dennoch komplett durch dich hindurchzusehen. So, als wärst du gar nicht da. Das ist wahre Souveränität und sehr erstrebenswert - auch für den Umgang mit Kritikern.

NEWS: Also schmerzte die Kritik zu Beginn doch, und Sie sind über den Jubel jetzt erfreut?
Lanz: Weder Erleichterung noch Krise. In Köln, wo ich lebe, sagen die Menschen: Et hätt noch immer jot jegange. Auf Österreichisch: Es is sich no imma ausgonga. Und von Schopenhauer gibt es eine schöne Geschichte, dass er sich nach der Lektüre einer vernichtenden Kritik ins Bad zurückzog und dem Kritiker schrieb: "Sitze auf dem stillen Örtchen. Habe gerade Ihre Kritik vor mir. Gleich habe ich sie hinter mir... "

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Kommentare

Hermann Gugger

Wetten dass ist ein abgelutschter alter Hut. Der auch durch diesen Kasperl aus Südtirol nicht besser wird. Mich wundert es nicht, dass die internaltionen Stars nicht mehr kommen, wer bitte soll sich drei Stunden lang diesen Topfen antun ? Und dann noch diese Assistentin in ihren rosa Megazelten Hilfe was soll dass denn ?

Wofür man ihm den goldenen Rathausmann verleiht, versteh wer will. Früher wurden damit wirklich verdiente Personen ausgezeichnet, ist auch nix mehr wert das Ding. Dann könnte man den goldenen Rathausmann genausogut jedem Wiener/Wienerin geben die sagen wir einmal 50 Jahre in Wien lebt. ;-)) arbeitet und Steuern zahlt. Apropos Steuern zahlt dann bekommt den der Stronach nie denn der ist ja die überwiegende Zeit im Ausland damit er nicht steuerpflichtig wird. Aber schön das er das Volk in Österreich vertreten will und auch noch von einigen gewählt wird. ?

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