Westenthaler pokert hart in Sachen ORF:
"Lindner & Lorenz, das ist zu wenig!"

NEWS: Wrabetz bastelt an "Regenbogenkoalition" SP-Mann hofft, so Chancen gegen Lindner zu haben

Dass Bundeskanzler Wolfgang Schüssels Top-Favoritin als nächster ORF-Generaldirektor, Monika Lindner, in Alexander Wrabetz einen ernsthaften Herausforderer findet, führt nun innerhalb der schwarz-orangen Koalition zu einer bemerkenswerten Differenz. BZÖ-Parteichef Peter Westenthaler lässt im Interview mit der neuesten Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS unverholen durchblicken, entgegen der ÖVP und Kanzler Schüssel im ORF-Stiftungsrat mit seinen fünf BZÖ-Stimmen den SPÖ-Kandidaten Wrabetz zu unterstützen. Westenthaler: "Was ich spüre und merke bei den Stiftungsräten ist, dass ein hohes Maß an Veränderungswille da ist - und nicht mehr ein "more of the same. Persönlich bin ich auch der Ansicht, dass es wirklich notwendig ist, eine Erneuerung durchzuführen. Weil vieles im ORF nicht läuft."

Dass ihm Kanzler Schüssel nun wegen dieses ORF-Schwenks böse sein bzw. dem BZÖ eine allfällige Fortsetzung der Koalitionsregierung nach den Oktoberwahlen verwehren könnte, kratzt Westenthaler nicht: "Tja, wenn`s so ist, könnt' ich es auch nicht ändern. Außerdem, ich treffe meine Entscheidungen nicht auf der Basis, ob da irgendwer bös ist oder nicht."

Tatsächlich könnte eine ORF-"Regenbogenkoalition" im Stiftungsrat aus 11 SPÖ-Stimmen, 5 BZÖ-Stimmen sowie der einen Grün- und der einen FPÖ-Stimme dem bisherigen kaufmännischen Direktor des ORF, Wrabetz, mit 18 Stimmen die absolute Mehrheit vor Lindner ermöglichen.

Auch in der Kanzlerpartei ÖVP rechnet man mittlerweile mit einem Showdown zwischen Lindner und Wrabetz - wenngleich man hofft, dass Westenthaler bis zur Wahl am 17. August noch Vernunft annimmt.

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