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West Nil Virus - Krankheitsrisiko
in Österreich noch sehr gering

Bisher 17 im Inland erworbene Fälle dokumentiert

Das Risiko, sich in Österreich mit dem West Nil Virus (WNV) anzustecken und an West Nil Fieber zu erkranken, ist derzeit noch sehr gering. Das berichtete die AGES am Donnerstag. Hierzulande wurden bisher insgesamt 17 "im Inland erworbene" WNV-Fälle dokumentiert, es gab keinen Todesfall beim Menschen.

2012 waren erstmals Fälle von in Österreich erworbenem West Nil Fieber bei drei Patienten dokumentiert worden (zwei im Jahr 2009, einer im Jahr 2010). 2012 wurden zwei aus Serbien "importierte" Erkrankungsfälle festgestellt. 2014 wurde West Nil Virus erstmalig bei einer Blutspenderin diagnostiziert. 2015 fanden sich acht Fälle, darunter fünf Blutspender, 2016 sechs humane Infektionen, darunter vier bei Blutspendern.

Einen in der Prävention einsetzbaren Impfstoff für den Menschen gibt es nicht. Das Vermeiden von Moskitostichen ist das einzige Mittel zur Prophylaxe, betonte die AGES. Heimische Gelsen können das West Nil Fieber übertragen. Etwa 80 Prozent der Infektionen verlaufen asymptomatisch. Nur 20 Prozent der Patienten zeigen eine grippeähnliche Erkrankung. Innerhalb von sieben bis zehn Tagen erfolgt meist ein Abklingen der Symptome. Immunschwache Patienten und Personen über 50 Jahre haben ein höheres Risiko, eine schwere Form der Krankheit zu entwickeln.

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