Werner Schlager & Co fordern den Goliath:
Auslosung beschert den Österreichern China

Weitere Gruppengegner Griechenland und Australien Damen gegen Kroatien und Dominikanische Republik

Werner Schlager & Co fordern den Goliath:
Auslosung beschert den Österreichern China © Bild: Reuters/Grimm

Die österreichischen Tischtennis-Nationalteams treffen in der Gruppenphase des bei den Spielen in Peking erstmals olympischen Mannschaftsbewerbs jeweils auf China. Die ÖTTV-Herren wurden im Pekinger Hotel Park Plaza Beijing Science Park außerdem noch gegen Griechenland und Australien gelost. Die österreichische Damen-Equipe trifft zudem auf Kroatien und die Dominikanische Republik.

Werner Schlager und Co. beginnen am Mittwoch, 13. August um 8.30 Uhr MESZ gegen die Australier und spielen am Donnerstag um 4.00 Uhr MESZ gegen die Griechen sowie um 13.30 Uhr gegen die Chinesen. Liu Jia trifft mit ihren Kolleginnen am Mittwoch um 4.00 bzw. 13.30 Uhr MESZ auf die Dominikanische Republik bzw. die Kroatinnen, ehe es am Donnerstag um 8.30 Uhr MESZ gegen die Chinesinnen geht.

Nur die Gruppensieger bleiben im Rennen um den Finaleinzug sowie Olympia-Gold, den Pool-Zweiten bleibt die Chance auf Bronze. Die Kugeln mit den österreichischen Teams zog ÖTTV-Damen-Bundestrainer Liu Yan Jun. "Die Chance auf Gruppenplatz zwei ist da", sagte der Coach. "Dass wir die Kroatinnen haben, ist besser als gegen die USA. Denn die haben zwei Chinesinnen." Die Amerikanerinnen wären das Alternativ-Los zu Kroatien gewesen.

Niederlage gegen China kaum abzuwenden
Liu meinte, dass man gegen die Dominikanische Republik auf jeden Fall gewinnen müsse, auch wenn diese mit zwei gebürtigen Chinesinnen antreten würden. Das ist ja aber auch bei Österreich der Fall. Wobei Liu Yan Jun die Hoffnung hat, dass die Linzerin Liu Jia in ihrer Geburtsstadt vielleicht ein Match gegen eine ihrer früheren Landsfrauen gewinnt. Die Niederlage gegen China wird aber nicht abzuwenden sein.

Bei beiden ÖTTV-Teams scheint die Spielreihenfolge recht günstig. Zunächst geht es quasi zum Aufwärmen gegen den vermeintlichen Außenseiter in der Gruppe, ehe die vermutlich entscheidende Begegnung im Kampf um Platz zwei über die Bühne geht. Sollte das zugunsten der ÖTTV-Truppen ausgehen, können sie unbelastet in die Duelle mit den als Turnier-Favoriten geltenden chinesischen Teams gehen.

"Dass wir auf China treffen, ist bitter"
Eine erste Reaktion zum österreichischen Herren-Los kam von dem als ÖTTV-Delegationsleiter in Peking weilenden Sportdirektor Hans Friedinger: "Dass wir auf China treffen, ist bitter. Aber gegen Griechenland ist besser als gegen Kroatien. Unsere Medaillenchance lebt weiter. Wenn wir die ersten beiden Spiele gewinnen, sind wir auch gegen China nicht ganz chancenlos. Aber ein Sieg gegen die Chinesen wäre die größte Sensation aller Zeiten."

Der Modus sieht vor, dass die Gruppensieger untereinander ein Semifinale spielen und die Sieger dieser Partien den Titel ausspielen. Die Gruppen-Zweiten ermitteln in zwei Spielen jene Teams, die in einer K.o.-Runde mit den Semifinal-Verlierern um Rang drei spielen. Die Auslosung der Einzel-Bewerbe erfolgt am kommenden Montag um 9.00 Uhr MESZ.
(apa/red)