Werder Bremen von

Konkurrenz für Sebastian Prödl

Sokratis Papastathopoulos kommt leihweise für ein Jahr vom FC Genua an die Weser

Werder Bremen - Konkurrenz für Sebastian Prödl © Bild: GEPA/Intime/Yorgos

Sokratis Papastathopoulos - diesen Namen sollte sich Sebastian Prödl merken. Der 23-Jährige Grieche ist nämlich ein neuer Konkurrent in der gebeutelten Defensive von Werder Bremen, wie der Verein auf seiner Website meldete. Vorerst wird der Grieche für ein Jahr ausgeliehen.

Der Nationalspieler kann sowohl zentral, als auch rechts in der Defensive eingesetzt werden. 2008 war der Neu-Bremer Griechenlands Fußballer des Jahres. Bei AEK Athen war Papastathopoulos der jüngste Kapitän aller Zeiten. Auf seinem Trikot ist üblicherweisen sein Vorname Sokratis zu lesen, was aber einen ganz pragmatischen Grund hat: Sein Familienname Papastathopoulos ist schlicht zu lang.

Der Verteidiger wechselte 2008 aus Griechenland zum FC Genua, wurde 2010 an den AC Milan verkauft. Nur ein Jahr später kaufte ihn Genua wieder zurück, verleiht ihn jetzt an Werder Bremen. Für Griechenland bestritt Papastathopoulos bislang 20 Länderspiele. Die Euro 2008 verpasste er noch haarscharf, bei der WM in Südafrika 2010 war er dann aber dabei.

Bei den Hanseaten wird frisches Blut für die Defensiv-Abteilung jedenfalls dringend benötigt. Mit Naldo, Prödl, Mertesacker, Boenisch und Silvestre fällt quasi die komplette Hintermannschaft aus. Per Mertesacker hofft, zum Saisonstart fit zu sein und ist damit noch der gesündeste Werder-Verteidiger. Dass Marko Arnautovic wie einst Martin Harnik als Verteidiger angelernt wird, ist eher unwahrscheinlich.

Werder-Bosse nach Kampf zufrieden
Papastathopoulos Verpflichtung ging in Bremen ein harter Kampf zwischen Klaus Allofs und Thomas Schaaf mit dem Aufsichtsrat voran. Letztlich hat sich die sportliche Leitung durchgesetzt, Allofs ist von seinem Neuzugang überzeugt: "Er ist ein junger Spieler, der beim FC Genua und in der griechischen Nationalmannschaft schon einige Erfahrung sammeln konnte. Als wir hörten, dass er beim AC Mailand, wo er zuletzt aktiv war, nicht so zum Einsatz kam, haben wir sofort Interesse angemeldet. Mit seiner Schnelligkeit, seiner Zweikampfstärke und Spieleröffnung wird er uns sicher weiterhelfen."

Der Grieche kann es kaum erwarten, bei Werder anzugreifen. "Nach den ersten Gesprächen mit Klaus Allofs und Thomas Schaaf war mir sofort klar, dass ich das Angebot von Werder annehmen möchte. Jetzt will ich mich so schnell wie möglich in die Mannschaft integrieren und weiterhelfen", stellt Papastathopoulos klar, wozu er gekommen ist.