Werder Bremen angelt nach Junuzovic:
Hanseaten locken "Ösi-Özil" in den Norden

Manager Allofs: "Er ist ein interessanter Mann" Austria unterbreitete Mittelfeldspieler neues Angebot

Werder Bremen angelt nach Junuzovic:
Hanseaten locken "Ösi-Özil" in den Norden © Bild: GEPA/Hoermandinger

Werder Bremen, der Arbeitgeber der ÖFB-Teamspieler Sebastian Prödl und Marko Arnautovic, soll angeblich ein Auge auf Zlatko Junuzovic geworfen haben. Das berichtet die Zeitung "Bild" in ihrer Online-Ausgabe. Die Hanseaten befinden sich seit dem Abgang von Mesut Özil zu Real Madrid auf der Suche nach einem Spielmacher. "Er ist ein interessanter Mann. Wir kennen ihn gut, haben ihn beobachtet und geschaut, welche Möglichkeiten es da gibt", wird Werder-Chef Klaus Allofs zitiert.

Schon im Winter habe Werder bei Austria Wien wegen eines Blitzwechsels angeklopft, sich aber einen Korb geholt, heißt es in dem Artikel. Der aktuelle Tabellenführer soll eine Ablöse von 2,5 Mio. Euro fordern, der Vertrag des Mittelfeldspielers, der mit 23 Jahren nur ein Jahr älter als Özil ist, mit dem Vizemeister läuft noch bis Sommer 2012. Österreichs, von den zehn Bundesliga-Trainern gewählter Fußballer des Jahres 2010 wird von "Bild" als "Ösi-Özil" bezeichnet.

"Entscheidend ist der Kostenfaktor", sagte Allofs. Daher halte Werder auch nach anderen Zehnern Ausschau. Ebenfalls während der Winterpause soll Werder bei Niko Kranjcar, dem Sohn des früheren Rapid-Spielers Zlatko Kranjcar, Interesse bekundet haben. Es sei nicht ausgeschlossen, dass Werder im Sommer einen neuen Anlauf auf den Kroaten unternehmen werde.

Austria will Junuzobic länger binden
Dass Werder wegen Junuzovic schon im Winter angeklopft habe, wies der FK Austria Wien zurück. "Das kann ich nicht bestätigen", sagte Sportvorstand Thomas Parits. Der Ex-Stürmer verriet, dass es mit Junuzovic in der vergangenen Woche Gespräche über eine Verlängerung des bis Sommer 2012 laufenden Vertrages gegeben habe.

"Wir wollen, dass 'Sladdi' länger bei uns bleibt und haben ihm ein Angebot zu natürlich besseren Konditionen vorgelegt. Wenn er jedoch ein tolles Offert von einem Verein erhalten sollte, werden wir ihm nichts in den Weg legen", erklärte Parits, der gehört hat, dass am vergangenen Sonntag ein Werder-Spion beim Liga-Spiel Kapfenberger SV - Austria Wien (3:3) auf der Tribüne gesessen sein soll.

(apa/red)