Wer setzt sich die Winterkrone auf?
Bayer, Schalke und Bayern mit Chancen

Ivanschitz und Co. gastieren in Gelsenkirchen Ribery hofft auf Kurzcomeback gegen Hertha BSC

Wer setzt sich die Winterkrone auf?
Bayer, Schalke und Bayern mit Chancen © Bild: Reuters/Dalder

Drei Kandidaten für einen Titel ohne Mittel. Die deutsche Fußball-Bundesliga ermittelt am Wochenende ihren "Winterkönig", für den in der 17. und letzten Rundes des Jahres nur noch Spitzenreiter Bayer Leverkusen (32), Verfolger FC Schalke 04 (31) und der drittplatzierte Rekordmeister Bayern München (30) infrage kommen.

Wer macht also das Rennen? Seit 1963 war Bayer bisher einmal, Schalke zweimal und Bayer 16-mal Herbstmeister. Aber nur die Roten aus dem Süden haben sich am Saisonende auch als echter Meister feiern lassen dürfen. Eröffnet wird der Fern-Dreikampf von Schalke. Die Gelsenkirchner mit Meistermacher Felix Magath haben heute Abend den FSV Mainz mit Andreas Ivanschitz zu Gast.

Die "Königsblauen" sind vor eigenem Publikum seit fünf Partien ungeschlagen, der Neuling in der Fremde ebenso lange ohne Dreier. "Wir wollen noch mal ein Rufzeichen am Ende der ersten Saisonhälfte setzen. Unsere Tugenden Laufbereitschaft und Aggressivität sollen der Nährboden für eine gute Leistungen sein", hoffte Thomas Tuchel, der Trainer der Mainzer.

Jeweils am Samstag und jeweils auch zu Hause sind Bayer (gegen Borussia Mönchengladbach) und Bayern (Schlusslicht Hertha BSC) dran. "Wir wollen Erster bleiben und unsere hervorragende Saisonhälfte krönen", tönte "Werkstrainer" Jupp Heynckes. Bayer hat gegen die "Mönche" sie jüngsten 24 Treffen nicht verloren und zuletzt gegen sie fünf Siege in Folge eingefahren.

Ribery ist "voll motiviert"
In München drehte sich vor der Partie gegen den Aufsteiger der Europa League wieder einmal alles um Frank Ribery, der nach seinen Knieproblemen auf sein Comeback nach zweimonatiger Pause hofft. "Ich bin voll motiviert, will wieder ins Team, ins Stadion und zu den Fans", sagte der Franzose. Über seine Zukunft will er noch vor der WM in Südafrika Bescheid wissen.

"Bis Ende dieser Saison möchte ich wissen, ob ich bleibe oder gehe", sagte der Dribblanski der "Bild"-Zeitung. Sein Vertrag mit den Bayern läuft noch bis Juni 2011, danach könnte er ablösefrei gehen. Der 26-Jährige beteuerte, dass über seine Zukunft noch keine Entscheidung gefallen sei. Präsident Uli Hoeneß hatte angekündigt, wenn Ribery seinen Kontrakt nicht im Frühjahr verlängere, würde er für 50 bis 60 Mio. Euro verkauft.

Prödl vor nächstem Einsatz
Der viertplatzierte Cupsieger Werder Bremen könnte am Sonntag im Nordderby in Hamburg (HSV verzeichnete mit 13,4 Mio. einen Rekordgewinn) wieder mit Sebastian Prödl in der Startelf antreten, weil Verteidiger Clemens Fritz mit einem Muskelfaserriss ausfällt. Der VfL Bochum (Christian Fuchs) muss nach Hannover, Eintracht Frankfurt (ohne Ümit Korkmaz/Zehenbruch) empfängt Meister VfL Wolfsburg und die TSG 1899 Hoffenheim (Andreas Ibertsberger) tritt in Stuttgart an.

Die Hausherren wollen mit geistlichem Beistand den nächsten Schritt aus der Abstiegszone schaffen. Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, wird auf der Tribüne die Daumen halten. Der Oberhirte der katholischen Kirche hofft, "dass die von ihm geistlich unterstützte Elfer-Herde nach 90 Minuten die Arme jubeln emporstrecken oder für den Sieg auf Knien danken darf."

(apa/red)