Wer hat schon wieder an der Uhr gedreht?
Österreicher von der Zeitumstellung genervt

Mehrheit von 91 Prozent hält Sommerzeit für sinnlos Mehr als ein Drittel für die umgehende Abschaffung

Einer Umfrage zufolge ist Zeitumstellung im deutschsprachigen Raum alles andere als beliebt: 91 Prozent der vom Meinungsforschungsinstitut Gewis befragten Österreicher, Deutschen und Schweizer halten die Maßnahme für sinnlos. Mehr als ein Drittel plädiert sogar für die umgehende Abschaffung.

Gewis hat 1.512 Frauen und Männer im Alter von 16 bis 65 Jahren in Österreich, Deutschland und der Schweiz befragt, wobei sich die Ergebnisse in den drei Ländern den Angaben zufolge decken. Auftraggeber der Studie war der Elektrogeräte- und Uhrenproduzent Braun.

"Für die Mehrheit der Befragten ist der vermeintliche Stundenverlust ein mehr als überflüssiges Übel", bilanzierten die Meinungsforscher. Nur neun Prozent finden demnach, dass die Zeitumstellung "eine sinnvolle Sache" ist. Mehr als drei Mal so viele würden sie am liebsten sofort abschaffen.

Zeitumstellung sorgt für Verwirrung
Obwohl es sie schon seit 1980 gibt - eingeführt wurde die Zeitumstellung aus Energiespargründen -, sorgt sie bei vielen Menschen jedes Jahr noch immer für Verwirrung: Werden die Uhren vor oder zurück gestellt? Wird es früher hell oder später dunkel? Nur drei Prozent der Befragten konnten spontan sagen, in welche Richtung gedreht wird. 70 Prozent vertrauen lieber auf die Medien, neun Prozent behelfen sich mit einer Eselsbrücke. 60 Prozent hatten übrigens keine Ahnung, wozu es die Zeitumstellung überhaupt gibt.

Immerhin 13 Prozent vergessen darauf und hinken am nächsten Tag eine Stunde hinterher. Fast jeder Zehnte (Mehrfachnennungen waren möglich) ist laut Umfrage schon zu früh oder zu spät zur Arbeit erschienen, hat Bus oder Zug verpasst. Fünf Prozent sind unpünktlich zu einer Verabredung erschienen.
(apa)