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Wenn Facebook Gutes tut

Daniel Steinlechner über die "Safety Check"-Funktion des sozialen Netzwerks

Daniel Steinlechner © Bild: NEWS

Facebook muss viel Kritik einstecken. Die Datenmenge, die das Unternehmen über seine Mitglieder ansammelt, ist besorgniserregend. Zuletzt ist es einem Softwareentwickler gelungen, nur anhand der Facebook- Log-in-Daten recht genau zu berechnen, von wann bis wann die User schlafen. Doch die Datenfülle hat auch Vorteile. Weil Facebook weiß, wo man wohnt, konnte es nach den Anschlägen in Brüssel seinen „Safety Check“ aktivieren. User aus Brüssel konnten so sehr einfach über Facebook mitteilen, dass sie in Sicherheit sind. Das entlastet die Telefonnetze, die nach solchen Tragödien oft zusammenbrechen, und die Einsatzkräfte, die sich auf Wichtigeres konzentrieren können. Zwar wird auch dieses Service von Facebook kritisiert, da es bei Anschlägen in ärmeren Ländern nur selten eingesetzt wird, aber Facebook hat bereits angekündigt, das zu ändern. Gerade bei Anschlägen haben soziale Medien eine sehr ambivalente Rolle. Zwar werden Nachrichten rasch verbreitet, aber eben auch unhaltbare Gerüchte. Umso erfreulicher, wenn ein Unternehmen wie Facebook einmal alles richtig macht.

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