Weniger Straftaten in Österreich: Rück-
gang bei Haus- und Wohnungseinbrüchen

Minus in Burgenland, Ober- und Niederösterreich

Die Zahl der in Österreich bekannt gewordenen Straftaten ist in den ersten sieben Monaten 2006 im Vergleich mit dem selben Zeitraum 2005 um 3,7 Prozent zurückgegangen. Es habe ein Minus um 13.077 Fälle auf 338.098 gegeben, berichtete Innenministerin Prokop. "Deutlich über dem Bundesschnitt" seien die Rückgänge im Burgenland (23,2 Prozent), in Ober- (7,2) und Niederösterreich (5,1).

Die in der Kriminalitätsbekämpfung erreichte Trendwende setze sich fort, kommentierte Prokop die vorliegenden Zahlen. Gesetzte Strategien mit Schwerpunktaktionen, regionsübergreifender Zusammenarbeit und gezielter Präventionsarbeit würden Wirkung zeigen.

Als besonders erfreulich wertete die Ministerin den Rückgang bei Haus- (297 Delikte oder 8,6 Prozent weniger) und Wohnungseinbrüchen (951 Delikte oder 11,8 Prozent weniger). Derartige Taten würden die Bevölkerung unmittelbar betreffen, es handle sich um ein "Eindringen in die Intimsphäre". Die Zahl der Einbrüche insgesamt hat laut Prokop bis Ende Juli ein Minus von 6.967 oder 10,3 Prozent verzeichnet. Autoeinbrüche sind um 21,2 Prozent oder 4.292 Fälle zurückgegangen, - diebstähle um 39 Prozent oder 1.585.

In der Kriminalstatistik wurden im Juli erstmals auch Delikte erfasst, die nach dem neuen Stalking-Paragraphen angezeigt wurden. Österreichweit wurden demnach 63 Fälle angezeigt und 52 oder 82,5 Prozent geklärt. An "neuen" Kriminalitätsformen führte Prokop Geldfälschungen (der Euro sei "interessanter" als der Schilling) oder Computerkriminalität an. In diesen Bereichen seien Steigerungen zu verzeichnen.

Die in der Kriminalstatistik angeführte Aufklärungsquote betrug in den ersten sieben Monaten des Jahres 38,6 Prozent. Das waren um 1,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2005.

(apa)