Weniger Neubauten und Einfamilienhäuser:
Wohnbauförderung im Jahr 2005 rückläufig

Verschärfte Bedingungen als Grund für Verzicht Ausgaben der Länder auf 2,46 Mrd. Euro gesunken

Die Wohnbauförderungsausgaben der Länder sind im Vorjahr gesunken, Rückgänge gab es beim Neubau, vor allem bei Einfamilienhäusern. Zuwächse gab es laut einer aktuellen Studie des Instituts für Immobilien, Bauen und Wohnen (IIBW) bei Sanierungen. Einer der Gründe für die geringere Inanspruchnahme seien verschärfte Förderbedingungen, vor allem ökologische Standards.

Die Förderungsausgaben der Länder sind laut Studie 2005 gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf 2,46 Mrd. Euro gesunken. Die Einnahmen erhöhten sich um 4 Prozent auf 2,62 Mrd. Euro, davon stammten 1,78 Mrd. Euro aus Zweckzuschüssen des Bundes.

Die sinkenden Ausgaben betrafen vor allem den Wohnungsneubau mit einem Minus von 6 Prozent und dabei überproportional die Eigenheime mit einem Minus von 12 Prozent. Eine Förderungszusicherung erhielten 2005 nur mehr 31.600 Wohnungen, ein Minus von 8 Prozent gegenüber 2004 bzw. um 17 Prozent weniger als im Schnitt des Zeitraums 1996 bis 2005. Bei den Eigenheimen gab es im Vorjahr ein historisches Tief von nur mehr 11.575 Förderzusagen.

Laut Sudie verringert die Ökologisierung der Förderung die Inanspruchnahme. Gerade beim Eigenheim verzichte mancher Bauherr angesichts schwierig zu erreichender thermischer und ökologischer Standards auf eine Förderung.

Die Sanierung konnte bei den Ausgaben mit einem Plus von 4 Prozent leicht zulegen. Jedoch lag die nominelle Zunahme der Förderausgaben im Schnitt der vergangenen zehn Jahre mit 1 Prozent pro Jahr deutlich unter der Inflationsrate. Real geben die Länder immer noch weniger für die Sanierung aus als vor zehn Jahren, so die Studie.

Der Wohnbau insgesamt entwickelt sich stabil. Die Zahl der Bewilligungen und Fertigstellungen wird in der Studie für 2003 bis 2005 auf 40.000 bis 42.000 pro Jahr geschätzt. (apa)