Weniger Babys in Österreich: Geburtenzahl sank im ersten Halbjahr 2006 um 1,5 Prozent

Stärkster Rückgang im Juni: Minus 10,8 % im Ländle Kärnten als einziges Bundesland mit mehr Kindern

In Österreich sind in den ersten sechs Monaten des Jahres 2006 mit 37.103 Babys um 1,5 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (37.653) zur Welt gekommen. Das sind 550 lebend geborene Kinder weniger als im ersten Halbjahr 2005. Von dem Rückgang waren laut Statistik Austria alle Bundesländer bis auf Kärnten betroffen, wo mit 0,8 Prozent steigende Geburtenzahlen registriert wurden.

Am stärksten fielen von Jänner bis Juni 2006 die Geburtenrückgänge in in den westlichen Bundesländern Salzburg (minus 4,9 Prozent bei 2.388 Neugeborenen), Tirol (minus 4,6 Prozent bei 3.185 Babys) sowie Vorarlberg (minus 3,8 bei 1.820) aus. Im Burgenland ging die Zahl um 3,9 Prozent (bei 1.018 Babys), in der Steiermark um 2,3 Prozent (4.881) zurück.

"Unterdurchschnittliche Rückgänge" - so die Statistik Austria - wurden in Wien (minus 0,5 Prozent bei 7.974 Babys) sowie in Ober- und Niederösterreich (jeweils minus 0,2 Prozent bei 6.578 bzw. 6.863 "neuen Österreichern") verzeichnet. Am geburtenfreudigsten zeigte man sich im Land am Wörthersee: Hier konnte in der ersten Jahreshälfte ein sachtes Plus von 0,8 Prozent - bei 2.396 Jung-Kärntnern - registrieren.

In beinahe allen Bundesländern waren die ehelich geborenen Kinder um bis zu ein Drittel bis die Hälfte gegenüber den unehelich Geborenen in der Überzahl. Lediglich in der Steiermark waren diese Zahlen fast ausgeglichen.

(apa)