Fakten von

Weniger Asylaträge
im ersten Halbjahr 2016

Zahl der Anträge in Österreich derzeit im Sinken - 3.199 Asylansuchen im Juni

Immer mehr Kinder stellen Asylanträge. © Bild: APA/EPA//LOUISA GOULIAMAKI

Im ersten Halbjahr 2016 sind in Österreich rund 26.000 Asyl-Anträge eingebracht worden. Relevant für die von der Regierung festgelegte Obergrenze von 37.500 sind aber jene gut 22.000 Anträge, die heuer zugelassen worden sind - deren Zahl könnte nach Angaben des Innenministeriums auch noch dadurch steigen, dass Österreich in anderen Fällen doch zuständig wird.

Im ersten Halbjahr 2015 sind mehr Asylansuchen gestellt worden als im diesjährigen, nämlich 28.311. Von den 25.691 Asyl-Anträgen, die heuer von Jänner bis Juni eingebracht worden sind, wurden 14.037 zum Verfahren zugelassen. Die restlichen 11.654 wurden nicht - beziehungsweise noch nicht - zugelassen. Im Wesentlichen geht es dabei um Dublin-Fälle und Altersfeststellungen, ein Teil davon könnte also doch noch zugelassen werden (etwa wenn sich bei Dublin-Fällen binnen sechs Monaten kein anderes EU-Land zur Rücknahme bereit erklärt).

Diese müsste man dann zu jenen 22.135 Anträgen dazurechnen, die heuer bisher zugelassen wurden und für den Richtwert von 37.500 gezählt werden. Diese Zahl ergibt sich aus 8.098 Altanträgen und eben den 14.037 Ansuchen, die 2016 gestellt und zugelassen wurden. Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) geht angesichts der aktuellen Daten davon aus, dass die Obergrenze erst im Herbst erreicht wird.

Um fast 10% weniger Asylanträge

Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres ist die Zahl der eingebrachten Asylanträge heuer um fast zehn Prozent gesunken. Das geht aus der vorläufigen Asylstatistik des Innenministeriums für das erste Halbjahr hervor. Im Juni gab es 3.199 Asylansuchen, das ist ein Minus von knapp 60 Prozent gegenüber Juni 2015.

Zahl der Asylanträge Jänner bis Juni 2016
© APA/Margret Schmitt

Von Jänner bis Juni zählte das Innenministerium demnach 25.691 Asylanträge (Halbjahr 2015: 28.498). Knapp 69 Prozent der Ansuchen stammen von Männern.

Für die festgelegte Obergrenze von 37.500 nimmt die Regierung aber nicht die eingebrachten, sondern die zugelassenen Anträge her. Aktuell sind das 22.135 Anträge: 8.098 Altanträge und 14.037 Ansuchen, die bisher 2016 gestellt und zugelassen wurden.

Meiste Anträge aus Afghanistan

Bei den Antragstellern dominieren weiterhin die Afghanen mit rund 8.000 Anträgen im ersten Halbjahr. Mit deutlichem Abstand folgen Staatsangehörige aus dem Bürgerkriegsland Syrien, sie stellten von Jänner bis Juni rund 5.100 Anträge. Unter den Top-Nationen befinden sich noch der Irak (1.800 Ansuchen), der Iran (1.700 Ansuchen) und Pakistan (1.500 Ansuchen).

Die besten Chancen auf eine positive Entscheidung haben derzeit Syrer mit 89 Prozent rechtskräftiger Asylgewährungen im ersten Halbjahr. Bei Afghanen wurden 23 Prozent positive Entscheidungen gezählt (fast ebenso viele erhielten subsidiären Schutz), bei Irakern 25 Prozent, bei Iranern 26 Prozent und bei Pakistani nur zwei Prozent.

2016 2015 Differenz
Jänner 5.944 4.128 43,99 %
Februar 5.144 3.288 56,45 %
März 3.369 2.943 14,48 %
April 4.176 4.037 3,44 %
Mai 3.859 6.406 -39,76 %
Juni 3.199 7.696 -58,43%
Gesamt 25.691 28.498 -9,85%

Per Ende Juni wurden insgesamt knapp 11.200 rechtskräftige Asylgewährungen verzeichnet, 1.300 Subsidiäre Schutzgewährungen und 730 Humanitäre Aufenthaltstitel.

Kommentare

die gefälschte spö- statistiken kennen wir schon, hahaha.

giuseppeverdi melden

Ja genau. Das glaube ich euch ganz bestimmt. Es kommt ja immer nur auf die Zählweise an. Das haben doch der unsägliche Kern und sein Innenminister vor nicht allzu langer Zeit bewiesen. Der eine hatte 11.000 und der andere über 18.000 Anträge. Wenn ich mich in meiner unmittelbaren Umgebung umsehe, dann sah ich vor längerer Zeit nur ein paar "Dunkle" unterwegs. Jetzt sehe ich von ihnen mehr....

giuseppeverdi melden

...auf der Straße unterwegs, als eigene Leute und sie bauen schon wieder ein Containerdorf mit 250 Wohneinheiten, das im August beziehbar sein soll. Für was frage ich mich, wenn es ohnehin immer weniger Anträge gibt? Wie gesagt: Es kommt auf die Zählweise an und die legt Rot und Schwarz fest. Die dürften in der Schule beim Zählen nicht aufgepasst haben..

giuseppeverdi melden

Wo sie in der Schule aber alle einen römischen Einser bekommen haben das ist im Gegenstand die Bevölkerung "anschwindeln" oder auf Deutsch "belügen" .

giuseppeverdi melden

Wie sagte der unsägliche Kern bei seiner Antrittsrede neben dem Mitterlehner stehend wörtlich. "Und zu den Unzufriedenen sage ich, wir haben ihre Botschaft verstanden"! Nichts, aber schon gar nichts habt ihr verstanden. Aber in 1 1/2 Jahren werden wir euch wieder dazu zwingen, zu verstehen was ihr anscheinend bis jetzt entgegen euren Aussagen doch nicht verstanden habt!

giuseppeverdi melden

Der "christian95" würde es so sagen: "Wahltag ist Zahltag!"

Tavington melden

ohne den üblichen rotgrün-wahlbetrug und -wahlmanipulation.

giuseppeverdi melden

Ach ja und dann noch ein Wort zu dem "lieben" Foto da oben. Da wird en Kind hinter einem Eisenzaun abgebildet um Mitleid zu erzeugen. Tatsächlich aber ist es so, dass 85 Prozent der Asylanten die da kommen junge Männer im Alter zwischen 20 und 35 Jahren sind. Und die, die tatsächlich Schutz und Hilfe brauchen, nämlich Frauen und Kinder sind nur im geringen Maße dabei.

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