Wende im Mordfall an einer Prostituierten:
Neuer Verdächtiger von der Polizei verhaftet

Wien: Bisher in U-Haft sitzender 41-Jähriger frei Neuer Verhafteter ist laut Polizeiangaben geständig

Wende im Mordfall an einer Prostituierten:
Neuer Verdächtiger von der Polizei verhaftet © Bild: APA/Fohringer

Der Mord an einer 22-jährigen slowakischen Prostituierten in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus im August dürfte geklärt sein. Den entscheidenden Wendepunkt brachte laut Tageszeitung "Österreich" die Festnahme eines neuen 20 Jahre alten Österreichers. Der bisher als mutmaßlicher Täter in U-Haft sitzende 41-jährige Serbe wurde bereits entlassen.

"Der 41-Jährige ist frei und es ist ein weiterer Mann festgenommen worden, der geständig ist", bestätigte Polizeisprecherin Anssari gegenüber der APA den Zeitungsbericht. Bei dem neuen Verdächtigen handelt es sich um einen 20-jährigen Österreicher, wie die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte. "Es ist jemand, der mit dem Opfer in Kontakt war", so Behördensprecher Vecsey. "Sie kannten sich." Weitere Informationen zu dem Mann und seinem Motiv blieben von offizieller Stelle unter Verschluss. Die Polizei kündigte für Donnerstag eine Pressekonferenz an, bei der die Hintergründe der Bluttat näher beleuchtet werden sollen.

Die Prostituierte war am 27. August in ihrer Wohnung in der Gebrüder Lang Gasse 15 tot aufgefunden worden. Der Körper der 22-Jährigen wies mehrere Stich- und Schnittverletzungen auf. Schlussendlich war ein Stich ins Herz tödlich. Die Frau war legal als Prostituierte gemeldet und dürfte in den Räumlichkeiten ihrer Tätigkeit nachgegangen sein.

Erfolglose DNA-Suche
Bisher suchte die Polizei das Motiv im Zusammenhang mit Geldschulden. Nach einer Festnahme von Drogenschmugglern in Deutschland soll sich die Prostituierte für das Bezahlen der Kaution von mehreren Personen Geld geliehen haben. Elf Personen seien DNA-Proben abgenommen und überprüft worden, der nun geschnappte, vermutlich wahre Täter soll nicht darunter sein.

Die Untersuchung der DNA durch die Gerichtsmedizin zeigte auch, dass keine am Tatort gesicherten Spur dem ursprünglich verdächtigen 41-Jährigen zugeordnet werden konnte.

Der Mörder der 22-Jährigen hatte versucht, in der Wohnung der Prostituierten an mehreren Stellen Feuer zu legen. Es begann aber nur zu rauchen und die Ermittler fanden einige vielversprechende Spuren, die vom Täter stammen könnten.

(apa/red)