Weltwirtschaft von

Krise verschärft sich

IWF rechnet mit Rezession in der Eurozone – Auch nächstes Jahr schwaches Wachstum

Wirtschaftskrise und Kurssturz © Bild: Thinkstock

Österreich dürfte das schlimmste erspart bleiben, wird es doch heuer voraussichtlich Wirtschaftswachstum geben, wenn auch nur 0,6 Prozent. In weiten Teilen Europas sieht es aber düster aus. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen nach einem Zeitungsbericht auf breiter Front gesenkt, auch die Arbeitslosigkeit wird steigen. Die Eurozone werde in diesem Jahr um 0,4 Prozent schrumpfen und 2013 mit 0,2 Prozent nur minimal in die Wachstumszone zurückkehren. Für die Weltwirtschaft sagte der Fonds demnach in diesem Jahr ein Plus von 3,3 Prozent und im nächsten Jahr von 3,6 Prozent voraus. Auch das ist ein Minus gegen über dem Vorjahr.

Für Deutschland rechnet er mit einem Wachstum von jeweils 0,9 Prozent in diesem und im nächsten Jahr, wie das "Handelsblatt" am Freitag unter Berufung auf den ihm vorliegenden Weltwirtschaftsausblick berichtete. Bisher war von einem Plus von 1,0 beziehungsweise 1,4 Prozent die Rede gewesen. Noch schwärzer sieht das gewerkschaftsnahe deutsche IMK-Institut. Diese rechnen heuer mit einem schrumpfen der Wirtschaft in der Eurozone um 0,5 und nächstes Jahr um 0,7 Prozent. Selbst für Deutschland wird eine Rezession nicht mehr ausgeschlossen.

Laut IWF wird die Entwicklung auch an den großen Schwellenländern nicht spurlos vorbei gehen, heiß es in dem Bericht weiter. China werde im nächsten Jahr zwar noch um 8,2 Prozent zulegen, aber um 0,2 Prozentpunkte weniger als bisher erwartet. Für Indien wird ein Zuwachs von sechs Prozent vorausgesagt, eine Abwärtsrevision von 0,6 Punkten. Brasilien wird noch auf einen Zuwachs von vier Prozent veranschlagt, eine Korrektur nach unten um 0,7 Punkte. Angesichts dieser Entwicklung rechnet der Fonds dem Blatt zufolge mit einem weiteren Rückgang der Inflation und empfiehlt eine weitere Lockerung der Geldpolitik.

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