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COP24 - Weltweiter CO2-Ausstoß 2018 erneut gestiegen

Anstieg der Emissionen wird laut Studie zwischen 1,8 und 3,7 Prozent betragen

Der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) hat in diesem Jahr einer Studie zufolge deutlich zugenommen und dürfte einen neuen Rekordwert erreichen. Weil immer mehr Öl und Gas verbrannt würden, seien die Emissionen 2018 einer Projektion zufolge um mehr als zwei Prozent gestiegen, warnte der Forschungsverbund "Global Carbon Project" am Mittwoch.

2017 war der Ausstoß bereits um 1,6 Prozent gestiegen, nachdem er zuvor drei Jahre fast auf dem selben Niveau verharrt hatte. Damals hatten Wissenschafter auf eine Trendwende gehofft. Derzeit verhandeln Vertreter von fast 200 Ländern auf der Weltklimakonferenz in Katowice über Regeln für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, mit deren Hilfe die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad und möglichst auf 1,5 Grad begrenzt werden soll.

76 Experten aus 15 Ländern sagen einen Anstieg der Emissionen zwischen 1,8 und 3,7 Prozent voraus. Die diesjährige Projektion erscheint nach Angaben des Forschungsverbundes in den Fachzeitschriften "Nature", "Earth System Science Data" und "Environmental Research Letters".

Es reiche nicht aus, den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern, sagte Studienautorin Corinne Le Quere, die Direktorin des Tyndall-Zentrums für Klimawandel-Forschung an der britischen Universität East Anglia. "Das Bestreben, auf fossile Energien zu verzichten, muss auf die ganze Wirtschaft erweitert werden."

Den Wissenschaftern zufolge wächst der Energiebedarf für Personenwagen und Lkw, Luftfahrt und Schiffsverkehr zu schnell, als dass der Umstieg auf erneuerbare Energien das ausgleichen könnte. Zudem dürfte demnach der Einsatz von Kohle als Energieträger 2018 gestiegen sein.

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