Weltweite Proteste von

Suche nach den Schuldigen

Nach den Protesten am Samstag hat die Polizei mehrere Wohnungen in ganz Italien durchsucht

Weltweite Proteste - Suche nach den Schuldigen © Bild: apa/ansa/ferrari

Nach den schweren Ausschreitungen vom Wochenende gab es in Rom eine Großrazzia. Polizisten durchsuchten Wohnungen in mehreren italienischen Regionen, darunter in der Lombardei, im Trentino, in Rom und auf Sizilien, berichteten italienische Medien am Montag. Hunderte Sicherheitskräfte waren in ganz Italien im Einsatz.

Italiens Vize-Innenminister Alfredo Mantovano kündigte weitere Aktionen gegen Anarchisten an. "Diese Kriminellen haben mit weiteren Gewaltaktionen gedroht, wir werden das verhindern", betonte Mantovano.

Bei Ausschreitungen am Rande einer Großdemonstration gegen die Macht der Finanz war es am Samstag in Rom zu schweren Ausschreitungen gekommen. 135 Personen wurden laut der definitiven Bilanz verletzt, zwölf Personen wurden festgenommen. Bürgermeister Gianni Alemanno bezifferte die Schäden allein für die öffentliche Hand auf eine Million Euro. Darüber hinaus müssten die Schäden an privatem Vermögen berücksichtigt werden, sagte Alemanno. Seit Jahren gab es in Rom keine vergleichbaren gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Oppositionsparteien verurteilten die Auseinandersetzungen und riefen die Regierung auf, im Parlament über die Vorfälle am Samstag zu berichten. "Rom hat einen Kriegstag erlebt. Wir wollen wissen, warum das zugelassen wurde", betonten Sprecher von Oppositionsparteien.