Weltweite Proteste von

Die Welt protestiert weiter

Auch in Europa gehen die Proteste in London, Amerstdam, Berlin und Zürich

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    "Occupy Wall Street"

    Wütende Demonstranten liefern sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. Sie wollen ihren Platz nicht räumen.

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    "Occupy Wall Street"

    Die Polizei demonstriert in diesen Tagen Stärke. Mit massiver Präsenz sollen die Protestler an der Rückkehr gehindert werden.

Nach dem weltweiten Protesttag gegen die Macht der Banken gehen die Proteste weiter: In London campierten am Montag am dritten Tag in Folge Demonstranten im Finanzdistrikt, auch in Amsterdam verbrachten Demonstranten eine weitere Nacht in Zelten. Auch in Berlin und Zürich wird munter weiterprotestiert.

Zu Beginn der neuen Arbeitswoche schliefen mehr als 200 Demonstranten trotz des kalten Herbstwetters eine weitere Nacht im Freien in dem Camp nahe der St. Paul's Cathedral in London. Auf einem großen Spruchband am Eingang der Kathedrale war zu lesen: "Kapitalismus in der Krise". Das Protestcamp im Londoner Finanzdistrikt war am Samstag nach einer Demonstration mit bis zu 3.000 Teilnehmern eingerichtet worden. In Amsterdam verbrachten laut Polizei 50 Demonstranten die Nacht vor der Börse. Auch in Rom hat man Angst vor weiteren Krawallen.

Russland und China kritisieren den Westen

Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin sagte unterdessen in Moskau, die westlichen Regierungen seien "nicht in der Lage", auf die Forderungen der Demonstranten zu reagieren. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte, die Proteste im Westen hätten berechtigte Fragen zur Entwicklung der Weltwirtschaft aufgeworfen.

Russland werde nicht von derartigen Protesten betroffen sein, versicherte Putin. "Wir werden alle unsere Verpflichtungen gegenüber den Bürgern erfüllen." In Russland werden Demonstrationen regelmäßig von der Polizei aufgelöst.

Demonstranten stoßen auf Verständnis

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso sagte am Montag nach Beratungen mit den europäischen Sozialpartnern in Brüssel, er verstehe die Empörung der Demonstranten. "So manches Verhalten im Finanzsektor war total unverantwortlich. Wir sollten sagen: Es war krimineller Art." EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy nannte die Sorgen der jungen Menschen "legitim". "Wir verstehen natürlich, dass die Maßnahmen, die in vielen Ländern ergriffen wurden, nicht populär sind. Aber sie sind unerlässlich um die Zukunft zu sichern." Eine faire Verteilung der Lasten sei von entscheidender Bedeutung. Auch der Finanzsektor müsse dazu beitragen.

Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte großes Verständnis für die weltweiten Proteste gegen Banken und den Kapitalismus. "Die Kanzlerin kann auch persönlich verstehen, dass die Menschen auf die Straße gehen", sagte Merkels Sprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Die Regierung nehme die Proteste sehr ernst: "Darin drückt sich eine tiefe Sorge aus und auch ein berechtigtes Gerechtigkeitsverlangen der Menschen."

Verständnis

Kommentare

Die Zocker haben gelernt: Für Gewinne locken oihnen hohe Bonuszahlungen.

Bei Verlusten springt die Politik (Steuerzahler) ein.

Erst die EU mit dem Euro hat diese Krise ermöglicht!

Ignaz-Kutschnberger

Frage warum zünden die leere Autos an... da war ja gar kein korrupter Politiker drinnen, oder??

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